Optische Qualitätsprüfung für die Fertigung

Inline-Qualitätskontrolle mit Kamera und KI - auch für Teile, die alle anders aussehen

Wir liefern keine Prüfkameras. Wir bauen die Erkennung dahinter - für Teile, an denen Standard-Prüfsysteme scheitern, weil bei Ihnen fast jedes Stück anders aussieht. Custom-CNN, Anomalie-Erkennung für unbekannte Fehler, Anbindung an Takt, MES und Entwicklung.

Im produktiven Pexon-Stack für optische Prüfung






bis -80 %
Fehlerfolgekosten im Referenzprojekt
ISO 27001
zertifiziert
400+
Cloud- & KI-Projekte
On-Prem
Bilddaten bleiben im Werk
Kurz erklärt

Inline-Qualitätskontrolle bedeutet: Eine Kamera prüft jedes Teil direkt im Produktionstakt, statt stichprobenartig am Ende. Ein KI-Modell entscheidet in Millisekunden Gut oder Schlecht und meldet den Fehler ans Band. Anders als starre, regelbasierte Prüfsysteme bewältigen lernende Modelle auch hohe Variantenvielfalt - dort, wo fast jedes Teil anders aussieht.

Wo es sich lohnt
Hohe Variantenvielfalt, teure Folgefehler, Prüfung heute manuell und subjektiv
Einstieg
Machbarkeits-Check auf Ihren eigenen Bildern, Festpreis, 2 bis 3 Wochen
Hardware
Kommt von Ihrem Lieferanten oder unserem Partner - wir verkaufen keine Kameras
Warum jetzt

Der teuerste Fehler ist der, den keiner am Band sieht

20-30 %
der Defekte werden bei manueller Sichtprüfung unter realen Produktionsbedingungen übersehen. Die Trefferquote fällt zusätzlich um 15 bis 25 Prozent, sobald jemand länger als zwei Stunden am Stück prüft (Branchenauswertungen zur automatisierten Sichtprüfung, 2026).

Dazu kommt die Zehnerregel der Fehlerkosten, die in der Qualitätssicherung seit Jahrzehnten gilt: Mit jeder Prozessstufe, die ein Fehler unentdeckt weiterwandert, verzehnfachen sich die Kosten seiner Beseitigung. Was am Band ein Handgriff wäre, ist beim Kunden ein Serviceeinsatz. Qualitätskosten liegen in der Industrie typischerweise bei vier bis sechs Prozent vom Umsatz, Fehler- und Nacharbeitskosten können in ungünstigen Fällen deutlich darüber liegen.

Der eigentliche Grund, warum viele Werke trotzdem nicht automatisiert prüfen, ist ein anderer. Klassische, regelbasierte Bildverarbeitung braucht ein Referenzbild und eine feste Geometrie. Sobald Ihre Kunden individuelle Varianten bestellen, kippt dieses Prinzip: Das System kann nicht mehr unterscheiden, ob eine Abweichung ein Montagefehler oder eine gewollte kundenspezifische Ausführung ist. Genau an dieser Stelle scheitern Standard-Prüfsysteme - und genau dort setzen lernende Modelle an.

Muster 1
Varianz schlägt Regel
Fast jedes Teil ist ein Unikat. Schablonen und Pixelvergleiche liefern Fehlalarme, bis die Werker die Anlage abschalten.
Muster 2
Nur bekannte Fehler
Trainierte Modelle erkennen, was sie gesehen haben. Der teure Fehler ist meistens der, den vorher niemand kannte.
Muster 3
Pilot ohne Anschluss
Der Proof of Concept erkennt Fehler auf dem Laptop. In Produktion fehlen Takt-Integration, Alerting und Rückfluss in die Entwicklung.

Wann Sie uns nicht brauchen: Wenn bei Ihnen jedes Teil gleich aussieht und die Fehlerbilder bekannt und stabil sind, reicht ein klassisches Prüfsystem vom Spezialanbieter - und es ist günstiger als alles, was wir bauen würden. Wir sagen Ihnen das im Machbarkeits-Check ehrlich, bevor Budget fliesst.

Vier Bausteine

Was eine Prüfung produktionsreif macht

Erkennung, Varianz-Beherrschung, Integration und Betrieb. Fehlt einer davon, bleibt es beim Piloten.

Duale Erkennung

Custom-CNN klassifiziert bekannte Fehlerbilder. Parallel lernt ein unüberwachtes Modell den Gut-Zustand und schlägt an, sobald etwas statistisch abweicht - die Absicherung gegen Fehler, die vorher niemand kannte.

Varianz-Beherrschung

Das Modell unterscheidet echten Defekt von gewollter kundenspezifischer Ausführung. Das ist der Punkt, an dem regelbasierte Systeme aussteigen - und der Grund, warum unser Referenzprojekt überhaupt gestartet wurde.

Integration statt Insel

Erkennung im Takt, Alert an den Werker, Dokumentation im System, Rückspielung an die Entwicklung, Anbindung an MES und SAP. Ohne diesen Anschluss ist die beste Erkennung ein Laborergebnis.

Betrieb und Übergabe

Neue Produktvarianten brauchen Nachtraining, Kameras verschmutzen, Beleuchtung altert. Wir bauen die Nachtrainings-Strecke mit und übergeben sie dokumentiert an Ihr Team.

Anwendungsfälle

Was die Kamera bei Ihnen konkret prüft

Acht Aufgaben, die in unseren Gesprächen mit Werk- und QS-Leitern am häufigsten auf dem Tisch liegen. Jede ist ein abgegrenzter erster Anwendungsfall.

Inline-Prüfung im Takt

Jedes Teil wird während der Produktion geprüft, nicht stichprobenartig danach. Entscheidung in Millisekunden, Rückmeldung direkt an die Linie.

100 Prozent statt Stichprobe

Oberflächeninspektion

Kratzer, Lunker, Einschlüsse, Farbabweichungen, Beschichtungsfehler. Die Fehlerbilder, bei denen menschliche Prüfer nach zwei Stunden nachlassen.

Reproduzierbar über die Schicht

Vollständigkeits- und Montageprüfung

Ist das Teil verbaut, sitzt es richtig, fehlt eine Schraube. Der häufigste Einstieg, weil die Fehlerklassen klar definierbar sind.

Poka Yoke mit Kamera

Spritzguss-Sichtprüfung

Einfallstellen, Grate, Bindenähte, Verzug. Hohe Stückzahlen, kurze Taktzeiten und Fehlerbilder, die stark von Werkzeug und Charge abhängen.

Kunststoffverarbeitung

Unbekannte Fehler finden

Unüberwachte Anomalie-Erkennung lernt den Gut-Zustand und meldet alles, was statistisch nicht dazu passt. Für Fehlerbilder ohne Trainingsdaten.

Absicherung gegen 0-Stunden-Fehler

Manuelle Sichtprüfung ablösen

Wo heute Menschen unter Zeitdruck subjektiv bewerten, liefert die Kamera einen reproduzierbaren Befund - und dokumentiert ihn automatisch.

Entlastung bei Personalmangel

Maß- und Formprüfung

Geometrische Merkmale und Bauteilpräsenz prüfen, auch wenn die Baureihe variiert. Abgleich gegen Soll-Geometrie statt gegen ein starres Referenzbild.

Bei hoher Variantenvielfalt

Ware gegen Papier abgleichen

Stimmt das physische Produkt mit Lieferschein, Zeugnis und Auftrag überein. Die Brücke zwischen optischer Prüfung und Dokumentenverarbeitung.

Wareneingang und Versand
Die erste Frage, die immer kommt

Hardware: Ihr Partner, nicht unser Verkauf

In jedem ernsthaften Gespräch kommt zuerst die Kamerafrage. Dahinter steckt selten Technik, sondern die Frage nach Verantwortung. Deshalb hier die klare Antwort, bevor Sie fragen müssen.

Das liefern wir

  • Auswahl und Spezifikation der Kamera- und Beleuchtungstechnik nach Prüfaufgabe
  • Bildvorverarbeitung, Modelltraining und Anomalie-Erkennung
  • Anbindung an Takt, MES, SAP und Alerting
  • Oberfläche für den Werker, inklusive Nachvollziehbarkeit der Entscheidung
  • Nachtrainings-Strecke für neue Varianten
  • Übergabe an Ihr Team oder laufender Betrieb durch uns

Das liefern wir nicht

  • Kameras, Optik und Beleuchtung als Handelsware
  • Mechanische Integration und Anlagenbau
  • SPS-Programmierung und Steuerungstechnik
  • Zertifizierte Prüfmittel nach Norm
  • Ein Standardprodukt von der Stange
Was das praktisch heisst: Die Hardware beschaffen Sie über Ihren bestehenden Lieferanten oder über unseren Partner - zum Einkaufspreis, ohne Marge über uns. Und nicht jede Prüfaufgabe braucht Industrieoptik: Für Prüfungen ausserhalb des Takts, bei denen ein Teil einfach unter eine Kamera gelegt wird, reicht oft sehr einfache Technik. Teuer wird es erst bei Hochgeschwindigkeitsprüfung im Takt, Mehrkamera-Aufbauten und schwierigen Lichtverhältnissen. Was Ihr Fall braucht, klären wir im Machbarkeits-Check - bevor Sie etwas kaufen.
Vorgehen

Der Datenweg: von der Prüfaufgabe zum laufenden Modell

Die meistunterschätzte Hürde ist nicht das Modell, sondern die Frage, woher die Bilder kommen. Deshalb steht dieser Schritt hier an zweiter Stelle, nicht am Rand.

1

Aufgabe und Fehlerklassen

Welcher Fehler soll erkannt werden, wie sieht er aus, wie oft tritt er auf und was kostet er, wenn er durchrutscht. Ohne diese Schärfe wird jedes Modell beliebig.

Machbarkeits-Check
2

Bilddaten erzeugen

Gut-Teile sind reichlich vorhanden, Fehlerbilder fast nie. Deshalb werden Fehler bewusst produziert und aufgenommen, teils per Kamera am Prüfplatz, teils durch mitlaufende Aufzeichnung im laufenden Betrieb.

Der kritische Schritt
3

Modell trainieren und validieren

Custom-CNN plus Anomalie-Erkennung, dann Gegenprüfung gegen die manuelle Sichtprüfung an echten Teilen. Ergebnis ist eine gemessene Trefferquote und eine ausgewiesene Falsch-Positiv-Rate, kein Werbeversprechen.

Proof of Concept
4

In den Takt integrieren

Anbindung an Linie und Alerting, Oberfläche für den Werker, Dokumentation im System, Rückspielung an die Entwicklung. Plus die Strecke, mit der Sie neue Varianten selbst nachtrainieren.

Produktivführung

Herkömmliche, regelbasierte Bildverarbeitung scheiterte an der Varianz der kundenspezifischen Motoren. Gefordert war ein System, das versteht, ob eine Abweichung ein echter Defekt ist oder eine gewollte Ausführung.

Aus der Projektdokumentation
Führender deutscher Motorenhersteller, Agrar und OffRoad
bis -80 %
Fehlerfolgekosten
gegen Null
Fehler-Reaktionszeit am Band
seit 10/2024
aktives Delivery-Projekt
Referenzprojekt

End-of-Line-Prüfung im Motorenbau, bei maximaler Variantenvielfalt

Der Kunde ist auf eigenen Wunsch anonymisiert. Alle Angaben stammen aus der laufenden Projektdokumentation.

Motorenbau · Agrar und OffRoad

Automatisierte End-of-Line-Qualitätssicherung mit Custom CNNs, OpenCV und Databricks

bis -80 %
Fehlerfolgekosten
gegen Null
Reaktionszeit am Band
5 Personen
Kernteam, Pexon als externe Verstärkung
PoC fertig
globaler Roll-out in Vorbereitung

Die Ausgangslage

Der Wettbewerbsvorteil des Kunden ist die extreme Individualisierung seiner Motoren. Genau das macht die Qualitätsprüfung schwer: Innerhalb einer Motorklasse ist fast jedes Stück ein Unikat. Qualitätsmängel wurden am Band teilweise übersehen und fielen erst bei Auslieferung oder Inbetriebnahme auf. Weil es um tonnenschwere Produkte geht, bedeutete jeder dieser Fälle Rücknahme, Rücktransport und Nacharbeit aus der laufenden Logistikkette zurück ins Werk.

Was gebaut wurde

  • Duale Erkennung: Custom CNNs für bekannte Fehlerbilder, ergänzt um ein unüberwachtes Modell, das den Gut-Zustand lernt und bei statistisch signifikanten Abweichungen anschlägt - die Absicherung gegen unbekannte Fehler.
  • OpenCV-Vorverarbeitung: Ausrichtung, Filterung und Segmentierung, damit die Modelle geometrische Merkmale trotz hoher Variantenvielfalt zuverlässig klassifizieren.
  • Skalierung über Databricks: Training und Orchestrierung der Bild-Pipelines, performante Verarbeitung hochauflösender Produktionsbilder, sauberes Daten-Versioning.
  • Self-Service-Oberfläche mit Alerting: Erkennt das System am Band einen Fehler, entsteht sofort ein visueller Alert, der Fehler wird automatisch dokumentiert und die Nacharbeit angestossen - bevor der Motor die Halle verlässt.
  • Anschluss an die Organisation: Bereitstellung der Befunde für Entwicklung, IT-Support und SAP, sodass aus der Prüfung eine datenbasierte Abstellmassnahme wird statt nur einer Aussortierung.

Die Rolle von Pexon

Pexon ist seit Oktober 2024 als externe Computer-Vision- und Data-Engineering-Verstärkung in ein fünfköpfiges Kernteam integriert. Das Projekt startete technologisch auf der grünen Wiese. Neben der Umsetzung war der Kompetenzaufbau im internen Team ausdrücklicher Teil des Auftrags - das Wissen sollte im Haus bleiben.

Ehrlicher Vergleich

Standard-Prüfsystem, Vision-Box oder eigene Erkennung?

Drei Wege, die je nach Aufgabe richtig sind. Die ersten Zeilen zeigen, wo Sie uns nicht brauchen.

KriteriumRegelbasiertes PrüfsystemVision-Box vom SpezialanbieterEigene Erkennung mit Pexon
Gleichteile, stabile Fehlerbilderideal, günstigste Lösungsehr gutüberdimensioniert
Einmalkostenam niedrigstenniedrig bis mittelhöher, dafür ohne Lizenzbindung
Time-to-ValueWochenWochenMachbarkeit in 2-3 Wochen, Produktion nach Umfang
Hohe VariantenvielfaltscheiterteingeschränktKernfall
Unbekannte Fehlerbilderneinmeist neinja, unüberwachte Anomalie-Erkennung
Anbindung an MES, SAP, EntwicklungbegrenztherstellerabhängigTeil der Lösung
Nachtraining bei neuen VariantenNeuparametrierung nötigüber Anbieterdurch Ihr Team, Strecke wird mitgeliefert
Wo Bilddaten liegenlokalherstellerabhängig, teils Cloudfrei wählbar, on-premise möglich
Wem das Modell gehörtSystemherstellerAnbieterIhnen, inklusive Code-Transfer
Ideal wenn ...Serienteil, klarer SollzustandStandard-Aufgabe, schneller StartVarianz, unbekannte Fehler, Integration in Ihre Datenlandschaft
Kurz gefasst: Wenn Ihre Teile weitgehend gleich aussehen und die Fehlerbilder bekannt sind, ist ein regelbasiertes System oder eine fertige Vision-Box die günstigere und schnellere Wahl. Eine eigene Erkennung lohnt sich, sobald hohe Variantenvielfalt im Spiel ist, unbekannte Fehlerbilder abgesichert werden müssen oder die Ergebnisse in MES, SAP und die Entwicklung zurückfliessen sollen.
Team

Wer die Erkennung baut

Keine Slide-Fabrik. Die Menschen, die Bildpipelines und Modelle tatsächlich umsetzen.

CB
Constantin Budin
Cluster-Lead Data & AI

Verantwortet Machbarkeit, Zielarchitektur und die ehrliche Einordnung, wann eine Aufgabe besser zum Spezialanbieter gehört.

MH
Max Hennig
Leiter Document Intelligence

Bindet die optische Prüfung an Dokumente und Zeugnisse an - der Abgleich von physischer Ware gegen Papier.

PP
Phillip Pham
Geschäftsführer

Ansprechpartner für Zielbild und Make-or-Buy, wenn die Frage lautet, ob sich der Aufwand überhaupt rechnet.

Investition

Was optische Prüfung kostet

Vier Stufen, jede einzeln beauftragbar. Software-Aufwand und Hardware sind bewusst getrennt ausgewiesen, weil die Hardware nicht über uns läuft.

Proof of Concept
20.000-35.000 EUR
nach Umfang, Festpreis
  • Modelltraining auf Ihren echten Teilen
  • Aufbau der Bilddaten-Strecke
  • Gegenprüfung gegen die manuelle Sichtprüfung
  • Ausgewiesene Trefferquote und Falsch-Positiv-Rate
  • Belastbare Grundlage für die Investitionsentscheidung
30-Min Machbarkeits-Check buchen
Produktivführung
60.000-120.000 EUR
nach Anzahl Prüfplätze
  • Integration in Takt und Linie
  • Oberfläche und Alerting für den Werker
  • Anbindung an MES, SAP und Entwicklung
  • Nachtrainings-Strecke für neue Varianten
  • Dokumentation und Übergabe an Ihr Team
30-Min Machbarkeits-Check buchen
Hardware
nicht über uns
Ihr Lieferant oder unser Partner
  • Kamera, Optik, Beleuchtung, Rechner
  • Spezifikation liefern wir, Beschaffung machen Sie
  • Einfache Plätze ausserhalb des Takts: sehr günstig
  • Inline im Takt, Mehrkamera, schwieriges Licht: deutlich teurer
  • Keine Marge, kein Aufschlag über uns
Wie wir mit Hardware umgehen

Alle Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer, kalkuliert über Personentage mal Tagessatz. Wir arbeiten mit Festpreisen statt nach Aufwand, damit das Aufwandsrisiko bei uns liegt und nicht bei Ihnen. Was nicht im Festpreis steckt, benennen wir vorab: Hardware, Cloud- beziehungsweise Rechenkosten sowie der laufende Betrieb. Eine Erfolgsgarantie geben wir bewusst nicht - was wir zusagen, ist eine gemessene Trefferquote im Proof of Concept, bevor Sie über die Produktion entscheiden.

FAQ

11 Fragen von Werk- und QS-Leitern

Liefern Sie auch die Kameras und die Beleuchtung?
Nein. Wir spezifizieren, was Ihre Aufgabe technisch braucht, und Sie beschaffen über Ihren bestehenden Lieferanten oder unseren Partner - ohne Marge über uns. Wir bauen die Erkennung, die Integration und den Betrieb. Mechanische Integration und Steuerungstechnik übernimmt Ihr Anlagenbauer.
Was kostet die Kameratechnik ungefähr?
Das hängt stark von der Aufgabe ab. Wenn ein Teil ausserhalb des Takts unter eine Kamera gelegt werden kann, reicht oft sehr einfache Technik. Teuer wird es bei Prüfung im laufenden Takt, mehreren Kameraperspektiven, hohen Geschwindigkeiten oder schwierigen Lichtverhältnissen. Im Machbarkeits-Check bekommen Sie eine belastbare Grössenordnung, bevor Sie etwas kaufen.
Wie genau erkennt das System Fehler wirklich?
Eine seriöse Zahl gibt es erst nach dem Proof of Concept auf Ihren eigenen Teilen, weil die Trefferquote von Fehlerbild, Optik und Beleuchtung abhängt. Wir weisen immer beides aus: erkannte Fehler und Falsch-Positiv-Rate. Eine hohe Trefferquote, die jedes zweite Gutteil aussortiert, ist in der Produktion wertlos.
Wie viele Bilder brauchen wir zum Anlernen?
Weniger, als die meisten erwarten - aber die richtigen. Gut-Teile sind meist reichlich vorhanden, Fehlerbilder fast nie. Deshalb werden Fehler im Rahmen des Projekts bewusst produziert und aufgenommen. Ergänzend lernt die Anomalie-Erkennung ausschliesslich aus Gut-Teilen, was den Bedarf an Fehlerbildern deutlich senkt.
Schafft das unsere Taktzeit?
Für Inline-Prüfung im Takt ist genau das die Kernanforderung: Die Entscheidung muss im Takt fallen, sonst hält die Anlage. Das bestimmt Kameratechnik, Rechenleistung und Modellgrösse. Ob Ihr Takt erreichbar ist, klären wir im Machbarkeits-Check, bevor Aufwand entsteht.
Unsere Teile sind alle unterschiedlich. Geht das überhaupt?
Das ist genau der Fall, für den sich der Aufwand lohnt. Regelbasierte Systeme brauchen einen festen Sollzustand und scheitern an Varianz. Lernende Modelle können unterscheiden, ob eine Abweichung ein Defekt oder eine gewollte kundenspezifische Ausführung ist. Genau diese Anforderung war der Auslöser unseres Referenzprojekts im Motorenbau.
Wir haben schon einen Proof of Concept, der nicht in Produktion kommt.
Das ist der häufigste Ausgangspunkt. Meist fehlt nicht das Modell, sondern der Anschluss: Takt-Integration, Alerting, Nachvollziehbarkeit, Nachtraining bei neuen Varianten und die Rückspielung der Befunde. Wir prüfen den vorhandenen Stand und sagen Ihnen, was bis zur Produktionsreife fehlt - auch dann, wenn die Antwort unbequem ist.
Was passiert, wenn eine neue Produktvariante dazukommt?
Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme, und deshalb Teil der Lösung. Wir bauen die Nachtrainings-Strecke mit und übergeben sie dokumentiert, damit Ihr Team neue Varianten selbst einpflegen kann. Andernfalls wären Sie für jede Produktänderung von einem Dienstleister abhängig.
Müssen die Bilddaten in die Cloud?
Nein. Produktionsbilder sind sensible Konstruktions- und Prozessdaten. Der Betrieb ist vollständig im eigenen Netz möglich, die Auswertung läuft direkt an der Linie. Cloud-Ressourcen sind für das Training nützlich, aber kein Muss - das entscheiden Sie nach Ihrer Datenschutz- und Souveränitätsanforderung.
Wem gehört das Modell am Ende?
Ihnen. Wir liefern kein Produkt von der Stange und binden Sie an keine Lizenz. Code und Infrastruktur werden vollständig übergeben, das Modell wurde auf Ihren Daten trainiert und bleibt Ihres. Der Kompetenzaufbau im internen Team ist ausdrücklich Teil des Auftrags, nicht ein Nebenprodukt.
Ab wann rechnet sich das?
Das hängt davon ab, was ein durchgerutschter Fehler bei Ihnen kostet - und dieser Wert schwankt zwischen Branchen um Grössenordnungen. Deshalb nennen wir hier bewusst keine pauschale Amortisationsdauer. Im Machbarkeits-Check rechnen wir mit Ihren Zahlen: Fehlerquote, Folgekosten je Fall und heutiger Prüfaufwand.
Trust

Was Sie neben der Erkennung einkaufen

Zertifizierung und Partner

  • ISO 27001 zertifiziert
  • Microsoft Solutions Partner
  • Google Cloud und AWS Partner
  • 400+ abgeschlossene Cloud- und KI-Projekte

Datenhoheit im Werk

  • Betrieb vollständig on-premise möglich
  • Auswertung direkt an der Linie, ohne Cloud-Anbindung
  • Produktions- und Konstruktionsdaten verlassen das Werk nicht
  • Kein Training des Anbieters auf Ihren Bildern

Ownership und Ausstieg

  • Modell auf Ihren Daten, gehört Ihnen
  • Vollständiger Code- und Infrastruktur-Transfer
  • Nachtrainings-Strecke dokumentiert übergeben
  • Kompetenzaufbau im internen Team als Projektziel
  • Kein Lizenzmodell, keine Anbieterbindung

30 Minuten Machbarkeits-Check.

Bringen Sie einen konkreten Fall mit: das Teil, den Fehler, der durchrutscht, und was er kostet, wenn er beim Kunden auffällt. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob eine lernende Erkennung der richtige Weg ist - oder ob ein Standard-Prüfsystem Ihr Problem günstiger löst.

Zuletzt aktualisiert: 5. August 2026 · Zurück zur KI-Beratung