Was ist Langdock?
PlattformLangdock ist eine Plattform für den KI-Einsatz im Unternehmen: Mitarbeiter chatten über eine zentrale Oberfläche mit verschiedenen Sprachmodellen, die IT verwaltet Zugänge und Modelle zentral, und Firmenwissen aus internen Systemen lässt sich als Wissensquelle anbinden. Die Software läuft in der Cloud des Anbieters oder selbst gehostet.
Kurz vorwegLangdock ist eine verwaltete Plattform für Assistenten und Agenten - wer eigene Modelle trainieren will, braucht eine andere Umgebung. KI-Plattform besprechen
Langdock: Definition
Langdock ist ein Enterprise-KI-Assistent, der für ganze Unternehmen gedacht ist: Die Belegschaft arbeitet in einer zentralen Chat-Oberfläche, hinter der verschiedene Sprachmodelle liegen. Die IT entscheidet, welche Modelle freigeschaltet sind, wer welche Funktionen nutzen darf und welche Daten in die Chats einfließen dürfen. Statt vieler einzelner Anmeldungen bei verschiedenen KI-Anbietern gibt es einen Zugang für alle.
Der Unterschied zu einem einfachen Chatbot liegt in der Verwaltung und der Anbindung. Langdock bündelt Modell-Zugänge (zum Beispiel GPT, Claude und Gemini) hinter einer Schnittstelle und ergänzt Funktionen, die Unternehmen brauchen: Single Sign-on, Rollen und Berechtigungen, Protokolle und Wissensquellen aus internen Systemen wie Confluence, SharePoint oder Slack. So kann ein Mitarbeiter Fragen an den Assistenten stellen, die mit den firmeneigenen Dokumenten beantwortet werden, ohne dass Unternehmensdaten in fremde Trainingsdaten fließen.
Für die Bereitstellung gibt es zwei Wege: die gehostete Variante des Anbieters oder eine Installation in der eigenen Umgebung. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wo die Daten liegen dürfen und wer den Betrieb übernimmt. Langdock ist damit ein Beispiel für die Kategorie der verwalteten KI-Plattformen: weniger Eigenbau als eine eigene Modell-Plattform, aber mehr Kontrolle als ein einzelnes Assistenten-Abo. Die Grenze liegt dort, wo Teams eigene Modelle trainieren oder tief in individuelle Fachanwendungen integrieren wollen.
- Zweck
- Zentraler KI-Assistent für ganze Unternehmen: Chat, Modelle und Zugänge aus einer Plattform
- Kernidee
- Ein Zugang statt vieler Einzel-Logins - die IT steuert, welche Modelle und Daten genutzt werden
- Betrieb
- In der Cloud des Anbieters oder selbst gehostet in der eigenen Umgebung
- Bausteine
- Chat-Oberfläche, Modell-Gateway, Single Sign-on, Rollen, Wissensquellen aus internen Systemen
- Datenschutz
- Unternehmensdaten bleiben beim Unternehmen - keine Verwendung für das Training fremder Modelle
- Abgrenzung
- Eine verwaltete Plattform für Assistenten und Agenten - keine Umgebung zum Trainieren eigener Modelle
Wie funktioniert Langdock?
Der Weg von der Entscheidung bis zum ersten Chat im Team läuft in vier Schritten:
- Zugang einrichtenDie IT richtet die Plattform ein, verbindet sie mit dem firmeneigenen Anmeldeverfahren und legt fest, welche Modelle verfügbar sind.
- Wissen anbindenInterne Systeme wie Confluence, SharePoint oder Slack werden als Wissensquellen angebunden - der Assistent antwortet auf Basis der eigenen Dokumente.
- Teams arbeitenMitarbeiter chatten über die zentrale Oberfläche mit dem freigeschalteten Modell ihrer Wahl, Verlauf und Antworten bleiben im Unternehmen.
- Nutzung steuernRollen, Berechtigungen und Protokolle machen sichtbar, wer den Assistenten wie nutzt - und wo Datenkontrollen nachgeschärft werden müssen.
Wann Langdock die richtige Wahl ist
- viele Mitarbeiter einen verlässlichen KI-Assistenten nutzen sollen
- Zugänge und Modelle zentral verwaltet werden sollen
- Firmenwissen aus internen Systemen beantwortet werden soll
- Daten im eigenen Haus oder in der EU bleiben müssen
- eigene Modelle trainiert oder feinjustiert werden sollen
- eine tiefe Integration in individuelle Fachanwendungen nötig ist
- maximale Kontrolle über jede Komponente gefordert ist
- ein einfacher Einzel-Chat ohne Verwaltung reicht
Langdock oder eine eigene KI-Umgebung?
Beide Wege führen zu einem KI-Assistenten für das Team - der Unterschied liegt in Betrieb und Kontrolle:
| Kriterium | Langdock | Eigene KI-Umgebung |
|---|---|---|
| Verwaltung | Zentrale Plattform mit Rollen und Single Sign-on | Eigenbau oder Einzel-Lösungen |
| Modelle | Verschiedene Modelle hinter einer Schnittstelle | Je nach Aufbau ein oder mehrere Modelle |
| Wissen | Anbindung interner Systeme als Wissensquellen | Abhängig vom Integrationsaufwand |
| Betrieb | Cloud oder selbst gehostet | Komplett in eigener Verantwortung |
| Aufwand | Konfiguration statt Entwicklung | Entwicklung und Betrieb liegen beim eigenen Team |
Typische Fehler bei der Einführung
Diese Fehler sieht man in der Praxis am häufigsten - alle sind vermeidbar:
- Ohne Rollenkonzept starten: wer allen Nutzern alle Funktionen gibt, verliert die Kontrolle über Daten und Modellnutzung
- Wissen nicht gepflegt: ein Assistent ist nur so gut wie die angebundenen Quellen - veraltete Dokumente erzeugen veraltete Antworten
- Erwartung einer eigenen Modell-Plattform: Langdock verwaltet Modelle und Assistenten, trainiert aber keine eigenen Modelle
- Freie Modellwahl ohne Limits: ohne Budgets und Grenzen wächst die Abrechnung unbemerkt - Limitierungen gehören vorher festgelegt
In der Praxis beginnt die Einführung mit einem klar begrenzten Anwendungsfall: ein Team, eine Wissensquelle, zwei freigeschaltete Modelle. Die IT richtet Zugang und Rollen ein, bindet die erste Quelle an und beobachtet zwei Wochen lang, wie der Assistent genutzt wird. Erst wenn das Team den Assistenten in den Alltag übernimmt, werden weitere Quellen und Teams angebunden - und die Protokolle zeigen, wo Regeln nachgeschärft werden müssen.
"Langdock ist ein weiterer KI-Chatbot." Nein: Der Unterschied liegt in der Verwaltung. Langdock bündelt Modelle, Zugänge, Wissensquellen und Protokolle in einer Plattform für ganze Unternehmen - ein einzelner Chatbot ist nur die Oberfläche ohne Steuerung. Wer aber eigene Modelle trainieren will, braucht etwas anderes.
Häufige Fragen zu Langdock
Welche Modelle kann Langdock nutzen?
Langdock bündelt die gängigen Modell-APIs hinter einer Schnittstelle - etwa GPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google. Welche Modelle ein Unternehmen freischaltet, entscheidet die IT zentral; Nutzer wählen innerhalb der freigegebenen Modelle.
Läuft Langdock in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum?
Beides ist möglich: die Plattform gibt es als gehostete Variante des Anbieters und als Installation in der eigenen Umgebung. Welche Variante passt, hängt davon ab, wo die Daten liegen dürfen und wer den Betrieb übernimmt.
Was unterscheidet Langdock von ChatGPT Enterprise?
Beide sind verwaltete KI-Assistenten für Unternehmen. Langdock ist als offene Plattform angelegt, die verschiedene Modelle bündelt und auch selbst gehostet betrieben werden kann - ChatGPT Enterprise ist das verwaltete Angebot von OpenAI in dessen Cloud. Die Wahl hängt von Modell-Freiheit, Datenlage und Betriebsmodell ab.
Ob Langdock, ChatGPT Enterprise oder eine eigene Umgebung - wir zeigen Ihnen, welche Plattform zu Ihren Daten, Modellen und Regeln passt.
KI-Plattform besprechen- Open WebUI auf AzureDer Leitfaden für selbst gehostete Chat-Oberflächen: Aufbau, Betrieb und Absicherung in der eigenen Cloud→
- Enterprise ChatGPT im PilotprojektWie Unternehmen verwaltete KI-Assistenten im Pilotprojekt erproben - Voraussetzungen, Ablauf und erste Erfahrungen→
- KI-BeratungWie Unternehmen KI-Plattformen auswählen und aufbauen - von der Anforderung bis zum Betrieb→

