Kundenreferenz

Sennheiser-Kundenportal: Azure Functions und API Management GitOps, 4-Stage Release, OpenAPI statt ClickOps

Sennheiser · Fertigung · Audiotechnik · Consumer Electronics · rund 2.800 Mitarbeitende · Wedemark · Wie Pexon Consulting für den Platform Owner bei Sennheiser eine Workflow-Middleware als Azure-Functions-Backend baut und versioniert über Azure API Management produktiv schaltet.

Aktualisiert: August 2026
Das Wichtigste in Kürze
Wer
Sennheiser, deutscher Hersteller von professioneller Audiotechnik und Consumer-Audio mit Sitz in Wedemark (Niedersachsen) und rund 2.800 Mitarbeitenden weltweit. Adressat ist der Platform Owner bzw. die IT-Leitung des Sennheiser-Kundenportals.
Problem
Heterogene Enterprise-Systeme sollten am Sennheiser-Kundenportal angebunden werden, ohne Legacy-Schnittstellen zu brechen. API-Änderungen liefen manuell, Umgebungen drifteten, das Frontend-Team hatte keinen verbindlichen Contract und Sicherheitsvorgaben ließen sich in ClickOps kaum auditieren.
Lösung
Pexon Consulting implementiert Azure Functions in Node.js und TypeScript als Workflow-Middleware, stellt die Infrastruktur mit Bicep bereit und veröffentlicht die APIs versioniert in Azure API Management. Release läuft über ein 4-Stage-System in Azure DevOps, Secrets liegen in Azure Key Vault, Identität über Azure B2C und Entra ID.
Ergebnis
Alle Endpunkte am Sennheiser-Kundenportal sind produktiv, dokumentiert und über OpenAPI plus Developer Portal für das Frontend nutzbar. GitOps liefert versionierte Policies, Validierungs-Checks und Zero-Touch-Deployments. Änderungen sind auditfähig, Integrationsfehler zwischen Backend und Frontend sinken, weil der Contract nicht mehr in Slack-Threads liegt.

Ergebnisse

4
Stage-Release produktiv · vollständige Release-Kette über Dev, Test, Staging und Prod statt Portal-Klicks
Zero Touch
APIM-Deployments · GitOps für Policies, Versionen und Validierungs-Checks, ohne produktives ClickOps
OpenAPI
als Frontend-Contract · Spezifikation und Developer Portal statt informeller Endpoint-Absprachen
Audit
fähige API-Historie · Git-versionierte Änderungen für interne und externe Nachvollziehbarkeit

Übersicht Kunde

Branche
Fertigung · professionelle Audiotechnik · Consumer-Audio · Sennheiser-Kundenportal
Unternehmen
Sennheiser electronic GmbH & Co. KG · rund 2.800 Mitarbeitende weltweit
Region
Wedemark, Niedersachsen · internationaler Vertrieb
Services
Backend-Entwicklung, API-Design, Infrastructure as Code, API Ops / GitOps, Mentoring, Release-Automatisierung
Tech-Stack
TypeScript, Node.js, Azure Functions, Bicep, Azure DevOps, Azure API Management, Azure Front Door, Key Vault, Azure B2C, Entra ID, Cosmos DB, Application Insights
Projektdauer
nicht öffentlich beziffert · produktive API-Bereitstellung inklusive 4-Stage-Release
Compliance
bestehende Sicherheitsvorgaben · Azure Key Vault · Azure B2C / Entra ID · DSGVO-taugliche Identitäten am Kundenportal · auditierbare GitOps-Historie
Status
Produktiv: Endpunkte veröffentlicht, GitOps und Monitoring in Betrieb, API-Ops-Praktiken an das Sennheiser-Team übergeben

Ausgangslage

Heterogene Enterprise-Systeme ohne einheitliches API-Backend
Am Sennheiser-Kundenportal liefen Stammdaten, Bestellungen und Partnerprozesse über heterogene Enterprise-Systeme mit eigenen Protokollen und Lastprofilen. Eine Workflow-Middleware sollte sie bündeln, ohne Legacy-Schnittstellen zu brechen. Ohne einheitliches API-Backend entstanden Punkt-zu-Punkt-Integrationen. Jede Frontend-Änderung zog eine Spezialbehandlung nach sich, Performance war auf API-Ebene nicht messbar. Pexon Consulting hat das als Integrationsproblem behandelt: bestehende Systeme hinter einem klaren API-Rand, kein Greenfield-Neubau.
Manuelle API-Veröffentlichung und Drift zwischen Umgebungen
Die produktive API-Bereitstellung bei Sennheiser hing an Portal-Klicks und implizitem Wissen. Policies in Azure API Management, Function-Konfiguration und Secrets drifteten zwischen Stages. Das Frontend entwickelte gegen Prod, Test sprach etwas anderes. Es fehlte der Audit-Trail: welche Policy, welche OpenAPI-Version, welcher Release. Der Platform Owner brauchte commit-, review- und rollback-fähige Änderungen statt Wiki-Screenshots.
Frontend und Backend ohne verbindlichen API-Contract
API-Design, Versionierung und Freigabe blockierten das Frontend-Team. Endpunkte entstanden in Gesprächen, Breaking Changes wurden spät sichtbar, Beispiele lagen in Postman statt in einer OpenAPI-Spezifikation. Am Sennheiser-Kundenportal mit Azure B2C und Partner-Rollen müssen Auth-Flows und Payloads stabil bleiben. Ohne Developer Portal fehlte der Ort, an dem der aktuelle API-Stand nachlesbar und ausprobierbar ist.
Sicherheitsvorgaben ohne API-Ops-Praxis im Team
Portaldaten unter DSGVO, Secrets nicht im Code, Azure B2C für Kundinnen und Kunden, Entra ID intern: die Vorgaben bei Sennheiser standen. GitOps für Azure API Management, versionierte Policies und Zero-Touch-Deployments waren im Team nicht etabliert. Mentoring war deshalb Teil des Auftrags. Sonst wären Azure Functions und APIM live und ClickOps sechs Monate später zurück.

Lösung & Vorgehen

1
Azure Functions auf App Service Plan statt Consumption oder AKS
Pexon implementiert die Workflow-Middleware für das Sennheiser-Kundenportal als Azure Functions in Node.js und TypeScript, auf App Service Plans statt Consumption oder AKS. So bleiben HTTP-Trigger und isolierte Endpunkte ohne Cold Start, ohne Cluster-Betrieb. Trade-off: Timeouts der Functions-Laufzeit begrenzen lange Batches. TypeScript hält OpenAPI und Payloads zusammen. Die Functions liegen hinter dem Gateway, nicht öffentlich im Internet.
2
Azure API Management als Vertragsrand, Front Door am Edge
Sennheiser veröffentlicht APIs über Azure API Management: Versionierung, Policies, Developer Portal. Azure Front Door sitzt davor als Edge für Routing und TLS, ersetzt das Gateway nicht. Warum APIM statt nur Front Door plus Functions? Weil das Frontend sonst undokumentierte Pfade spricht und Policies in der Function-App landen. Neue Endpunkte laufen Spezifikation, Function, APIM-Revision. Breaking Changes bekommen eine neue Version, bestehende Clients bleiben auf der alten. Pexon stimmt Contract und Auth mit dem Frontend ab, bevor Prod frei ist.
3
Bicep, Key Vault und 4-Stage-Release in Azure DevOps
Azure Functions, App Service Plans und Key Vault stehen als Bicep in Git. Trade-off gegen Terraform: Sennheiser ist Azure-only, Bicep passt zu Azure DevOps ohne extra State-Backend. Secrets liegen in Key Vault, nicht in Pipeline-Klartext. Release läuft über Dev, Test, Staging und Prod mit demselben Artefakt. Cosmos DB und Storage tragen Workflow-Zustand. Application Insights und Log Analytics messen Performance von Anfang an, nicht nach dem Go-Live.
4
GitOps für APIM, OpenAPI und Mentoring von API Ops
Azure API Management kommt aus Git: Policies, Versionen, OpenAPI. Validierungs-Checks und Zero-Touch-Deployments ersetzen Portal-Klicks in Prod. Trade-off: die erste Pipeline dauert länger als ein Klick, jede weitere Änderung ist auditfähig. Pexon verankert API Ops im Sennheiser-Team. Monitoring über Application Insights, Identität über Azure B2C und Entra ID, Secrets in Key Vault. Frontend, Backend und Security zitieren denselben API-Stand.

Vorher / Nachher

DimensionVorherNachherEffekt
API-Veröffentlichungmanuelle Portal-Schritte, implizites Wissen, Drift zwischen Stages4-Stage-Release in Azure DevOps, gleicher Artefakt bis Prodnachvollziehbare Releases statt ClickOps
Frontend-Integrationinformelle Endpunkte, Postman-Collections, späte Breaking ChangesOpenAPI-Spezifikation und Developer Portal als Contractweniger Integrationsfehler zwischen Backend- und Frontend-Team
API-Management-BetriebPolicies und Versionen im Portal, schwer auditierbarGitOps: versionierte Policies, Validierungs-Checks, Zero-Touch-DeploymentsAudit-Trail für interne und externe Prüfungen
Beobachtbarkeit und GeheimnissePerformance als Bauchgefühl, Secrets verteiltApplication Insights, Log Analytics, zentrales Key Vaultmessbare APIs, Secrets außerhalb des Codes
Wir brauchten kein weiteres Portal-Klick-Setup, sondern einen API-Rand, den Frontend und Security gemeinsam zitieren können. GitOps für Azure API Management, OpenAPI und das 4-Stage-Release haben ClickOps abgelöst.
PO
Platform Owner
Kundenportal · Sennheiser

Eingesetzte Technologien & Services

Azure Functions (TypeScript / Node.js) Azure API Management Bicep und Azure DevOps Azure Front Door Azure Key Vault, B2C, Entra ID Cosmos DB, Application Insights

Häufige Fragen

Was kostet ein Azure-Functions-Backend mit API Management für ein Kundenportal?
Die laufenden Kosten hängen von App-Service-Plan, APIM-SKU, Front Door und Datenbank ab, nicht von einer Pauschale pro Endpunkt. Pexon hat beim Sennheiser-Kundenportal Functions bewusst auf App Service Plans statt Consumption gelegt, um Cold Starts am Portal zu vermeiden. Das ist teurer als reine Consumption, aber planbarer. Ein belastbares Angebot entsteht nach Lastprofil, Stage-Anzahl und APIM-Tier, nicht aus einer Marketing-Preisliste.
Wie lange dauert GitOps für Azure API Management inklusive Functions-Backend?
Die Dauer hängt von der Zahl der Enterprise-Systeme, vom Reifegrad der OpenAPI-Verträge und davon ab, ob APIM schon existiert. Beim Sennheiser-Vorhaben lagen Implementierung, Bicep-Infrastruktur, 4-Stage-Release und Mentoring in einem Zug. Eine belastbare Wochenzahl ist nicht öffentlich beziffert. Wer nur ein Hello-World-API in APIM versioniert, ist schneller als ein Portal, das mehrere Legacy-Backends hinter einem Contract verstecken muss.
Ist Azure API Management mit Azure B2C und Entra ID DSGVO-tauglich für ein Kundenportal?
Ja, wenn Identitäten, Logs und Secrets sauber getrennt sind. Beim Sennheiser-Kundenportal authentifizieren sich Portal-Nutzerinnen und Nutzer über Azure B2C, interne Konten über Entra ID, Secrets liegen in Azure Key Vault. APIM setzt Policies vor den Functions durch, statt Token-Logik in jeder Function zu duplizieren. DSGVO bleibt Organisationspflicht: Datenflüsse, Auftragsverarbeitung und Löschkonzepte gehören zum Betrieb, das Gateway allein macht kein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten.
Lässt sich das Sennheiser-API-Ops-Muster auf andere Fertiger übertragen?
Ja. Der Kern ist unabhängig vom Audioprodukt: heterogene Enterprise-Systeme hinter einem versionierten API-Rand, GitOps für Azure API Management, OpenAPI als Frontend-Contract, 4-Stage-Release. Dasselbe Muster trägt bei Maschinenbauern, Geräteherstellern und anderen Fertigern mit Händler- oder Service-Portal. Was sich ändert, sind Fachobjekte und Compliance-Details, nicht der Betriebsmodus aus Bicep, Azure DevOps und Zero-Touch-Deployments.
Wie funktioniert GitOps für Azure API Management konkret, ohne ClickOps in Prod?
Policies, Produkte, Versionen und OpenAPI-Specs liegen im Git-Repository. Die Azure-DevOps-Pipeline validiert sie und spielt denselben Stand über Dev, Test, Staging und Prod aus. Ein Mensch ändert nicht die produktive APIM-Konsole, sondern den Commit. Zero-Touch heißt: nach Review und grünen Checks deployt die Pipeline. Rollback ist ein Revert auf den letzten bekannten Git-Stand, nicht eine undokumentierte Portal-Korrektur.
Azure Functions und API Management wie bei Sennheiser mit GitOps planen
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