Kundenreferenz

Cloud-Migration für Schadenbearbeitung: Java, Spring Boot und Camunda auf Azure

Industrieversicherung · Industrial Lines · ART Claims · Wie Pexon Consulting einen führenden deutschen Industrieversicherer bei der vollständigen Verlagerung der Schadenbearbeitungs-Software vom Rechenzentrum auf Microsoft Azure begleitet, mit mehreren Milliarden Euro Schadenvolumen pro Jahr auf der Plattform.

Aktualisiert: Juli 2026
Das Wichtigste in Kürze
Wer
Ein führender deutscher Industrieversicherer in der Sparte Industrial Lines, der Großrisiken wie Luftfahrt-, Industrie- und Konzernschäden bearbeitet.
Problem
Über Jahrzehnte gewachsene Legacy-Anwendungen im konzerneigenen Rechenzentrum, manuelle Deployments, hohes Personalwissen-Risiko und heterogene Umgebungen unter regulatorischen Anforderungen.
Lösung
Pexon liefert Senior Java- und Cloud-Engineers im Agile Release Train Claims: inkrementelle Azure-Migration, Camunda-Workflows, Entra ID, CI/CD, Monitoring und Concurrency-Härtung.
Ergebnis
Nach mehreren Jahren Modernisierung laufen Pre-Claim in Java/Spring Boot/Camunda produktiv, CI/CD und Alerting sind aktiv, Entwicklungsumgebungen stehen größtenteils in der Cloud, die Rechenzentrums-Abschaltung ist für 2026 geplant.

Ergebnisse

Mrd.
Schadenvolumen p. a. · mehrere Milliarden Euro auf der Plattform
Produktiv
Pre-Claim-Stack · Java, Spring Boot und Camunda im Live-Betrieb
Aktiv
CI/CD und Monitoring · reproduzierbare Deployments statt manueller Server-Eingriffe
2026
Rechenzentrum · vollständige Abschaltung im laufenden Jahr geplant

Übersicht Kunde

Branche
Industrieversicherung (Industrial Lines)
Unternehmen
Führender deutscher Industrieversicherer, Großkundenrisiken
Region
Deutschland
Services
Cloud-Migration, Backend- und Frontend-Engineering, CI/CD, Monitoring und Alerting
Tech-Stack
Java, Spring Boot, Camunda, Angular, Azure, Docker, Kubernetes, Entra ID
Projektdauer
Mehrere Jahre Modernisierungsprogramm
Compliance
Versicherungsregulatorik, Audit-fähige Dokumentation
Status
Entwicklungsumgebungen größtenteils in der Cloud, Rechenzentrums-Abschaltung 2026 in Vorbereitung

Ausgangslage

Legacy im Rechenzentrum
Großteils Windows-basierte Stacks und Oracle-Datenbanken on-premise, manuelle Deployments und physische Server-Rollouts statt automatisierter Pipelines.
Personalwissen-Risiko
Wesentliche Anwendungen hingen am Wissen weniger Kollegen. Teamauflösungen führten zu unmittelbaren Wissenslücken in unternehmenskritischen Schaden-Systemen.
Heterogene Umgebungen
Rechenzentrum und Cloud liefen parallel, mehrere Stages mit feinen Abweichungen und intensive Message-Queues erschwerten Fehlerreproduktion.
Regulatorik und Power-User
Jede Änderung muss nachvollziehbar dokumentiert und auditfähig sein, während die finale Schadenfreigabe bei Power-Usern in der Schadenabteilung bleibt.

Lösung & Vorgehen

1
Java, Spring Boot und Camunda
Spring Boot als Backbone für Schaden-Services, Camunda orchestriert Prozesse von der Pre-Claim-Erfassung bis zur Übergabe an nachgelagerte Systeme, mit klaren REST-Schnittstellen.
2
Azure-Migration und Entra ID
Ablösung der Windows-Rechenzentrums-Stacks durch Docker auf Kubernetes in Azure, Umstellung der Authentifizierung auf Microsoft Entra ID und Migration weg von Oracle on-premise.
3
CI/CD, Monitoring und Alerting
Durchgängige Pipelines für Cloud-Workloads, automatisierte Cronjobs und Daten-Synchronisation, Alerting-Systeme die Probleme erkennen, bevor Sachbearbeiter eskalieren.
4
Concurrency-Härtung und Dokumentation
Systematisches Aufdecken von Race Conditions unter Last, Wissens-Transfer an interne Entwickler und Architektur-Dokumentation als integraler Teil der regulatorischen Belege.

Vorher / Nachher

DimensionVorherNachherEffekt
Deploymentsmanuelle Server-EingriffeCI/CD-Pipelinesreproduzierbare Rollouts
AuthentifizierungLegacy-Auth-SystemeMicrosoft Entra IDcloud-native Identity
Infrastrukturkonzerneigenes RechenzentrumAzure mit KubernetesRechenzentrums-Abschaltung 2026
StabilitätVelocity-Einbruch bei PersonalwechselDokumentation und Härtungdeutlich stabiler als vor 12 Monaten
Die Pre-Claim-Anwendung läuft stabil in der Cloud, Deployments sind reproduzierbar und wir haben wieder eine Architektur-Dokumentation, die das Team trägt, auch wenn Kollegen wechseln.
SL
Senior Lead, ART Claims
Schadenbearbeitung · Industrieversicherung

Eingesetzte Technologien & Services

Java Spring Boot Camunda Microsoft Azure Kubernetes Entra ID

Häufige Fragen

Warum Cloud-Migration in der Industrieversicherung?
Weil Modernisierung des Tech-Stacks, Automatisierung manueller Deployments, Ausfallsicherheit und Sicherheits-Härtung zusammen einen klaren Business-Case ergeben, auch wenn die reine Infrastruktur-Kostenrechnung im ersten Jahr selten der Hauptgrund ist.
Wie funktioniert eine Migration vom Rechenzentrum auf Azure inkrementell?
Zuerst Entwicklungs- und Test-Umgebungen, dann CI/CD und Monitoring, Entra ID und Cloud-Datenbanken, erst zum Schluss die Produktions-Umstellung. So bleibt das Geschäft unterbrochen und Rückfallebenen über Monate möglich.
Welche Rolle spielt Camunda bei Schaden-Workflows?
Camunda modelliert Schadenbearbeitung als BPMN-Prozess, von Pre-Claim-Erfassung über Plausibilisierung bis zur Übergabe an Sachbearbeiter. Vorteile: nachvollziehbare Prozesse, Auditierbarkeit und klare Schnittstellen zu Java/Spring-Boot-Services.
Wie geht man mit Concurrency-Problemen in Versicherungs-Software um?
Mit systematischem Code-Review, gezielten Lasttests, Pairing zwischen Senior- und Mid-Level-Entwicklern und Logging, das Race Conditions reproduzierbar sichtbar macht. Unentdeckte Concurrency-Bugs führen in Versicherungs-Workloads zu falschen Schadenauszahlungen.
Wie lange dauert eine vollständige Cloud-Migration in der Versicherung?
Realistisch sind mehrere Jahre: 12-24 Monate für die ersten produktiven Anwendungen, weitere 24-36 Monate für die vollständige Rechenzentrums-Abschaltung und die letzte Welle Legacy-Schnittstellen.
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