Kundenreferenz

Embedded-Linux-Build-Pipeline auf AWS EKS: Yocto, Karpenter und GitOps statt On-Premise

Consumer Electronics · Yocto · AWS EKS · Karpenter · Wie Pexon Consulting für einen deutschen Premium-Hersteller smarter Haushaltsgeräte die komplette Build- und Artefakt-Infrastruktur von On-Premise auf AWS migrierte, ohne die produktive Yocto-Logik zu brechen.

Aktualisiert: 1. Juli 2026
Das Wichtigste in Kürze
Wer
Ein deutscher Premium-Hersteller smarter Haushaltsgeräte mit Embedded-Linux-Firmware für millionenfach verbaute, vernetzte Geräte.
Problem
Die On-Premise-Build-Infrastruktur mit fixen Jenkins-Knoten, teurem Artifactory und manuellen Deployments skalierte nicht mit schwankenden Yocto-Workloads und wachsenden CRA-Anforderungen.
Lösung
Pexon migrierte Jenkins auf AWS EKS mit Karpenter, ersetzte Artifactory durch Minio mit Azure-EntraID-SSO, erweiterte die Yocto-Pipeline und rollte GitOps über ArgoCD und GitLab CI/CD aus.
Ergebnis
Engineering-Teams ziehen Firmware-Images und Embedded-Artefakte aus einer automatisierten Pipeline über mehr als 20 AWS- und DevOps-Komponenten, mit 0 fixen Worker-Knoten und zentralem Monitoring in Grafana Cloud.

Ergebnisse

0
fixe Worker-Knoten · Karpenter provisioniert Jenkins-Build-Kapazität Just-in-Time
20 +
AWS-Komponenten · EKS, Karpenter, Minio, ArgoCD, Terraform und mehr
1
Observability-Stack · Grafana Cloud mit Alloy und AWS CloudWatch
GitOps
Deployment-Modell · ArgoCD und GitLab-CI/CD-Templates statt manueller Roll-outs

Übersicht Kunde

Branche
Consumer Electronics, Premium-Haushaltsgeräte mit Embedded-Linux-Firmware
Unternehmen
Deutscher Premium-Hersteller smarter Haushaltsgeräte
Region
Deutschland
Services
Cloud-Migration On-Premise zu AWS, CI-Pipeline, Embedded-Build, GitOps
Tech-Stack
AWS EKS, Jenkins, Karpenter, Yocto/BitBake, Minio, ArgoCD, Terraform, Grafana Cloud
Projektdauer
Migration und Pipeline-Erweiterung, produktiv im Einsatz
Compliance
DSGVO, EU Cyber Resilience Act, auditierbare Firmware-Releases
Status
Produktiv im Einsatz

Ausgangslage

On-Premise ohne Skalierung
Jenkins im eigenen Rechenzentrum stieß bei Yocto-Build-Spitzen an Kapazitätsgrenzen, während Worker außerhalb der Spitzen leer liefen und Fixkosten verursachten.
Artifactory-Lizenzfalle
Die kommerzielle Artefakt-Lösung verursachte spürbare Lizenzkosten, obwohl der Embedded-Use-Case keine Enterprise-Features brauchte.
Yocto-Pipeline ausgereizt
Neue Firmware-Image-Anforderungen überforderten die statische BitBake-Konfiguration. Eine reine Lift-and-Shift-Migration auf EKS hätte die Reproduzierbarkeit gefährdet.
Manuell und unsichtbar
Roll-outs liefen ohne GitOps-Disziplin über manuelle Schritte. Logs und Metriken verteilten sich über mehrere Tools, ein konsolidierter Blick auf Build-Health fehlte.

Lösung & Vorgehen

1
Jenkins auf EKS mit Karpenter
Jenkins wurde via Helm-Chart auf AWS EKS deployt. Karpenter skaliert EC2-Knoten workload-bezogen: Build-Spitzen ziehen Compute hoch, in ruhigen Phasen werden Knoten abgeräumt.
2
Minio statt Artifactory
Minio als S3-kompatibler Object-Store ersetzt die kommerzielle Artefakt-Lösung. SSO-Anbindung an Azure EntraID hält das bestehende Identity-Modell intakt.
3
Yocto-Pipeline erweitert
Die BitBake-Engine wurde über Python-Module für neue Image-Anforderungen angepasst. Die existierende Build-Substanz blieb intakt, die Pipeline trägt neue Firmware-Varianten ohne Workarounds.
4
GitOps und AWS-Foundation
ArgoCD synchronisiert den Cluster-State aus Git, GitLab CI/CD mit Custom-Pipeline-Templates standardisiert Releases. VPC, IAM, Security Groups und Route53 bilden die deklarative Basis in Terraform.

Vorher / Nachher

DimensionVorherNachherEffekt
Build-Workerfixe Jenkins-Knoten, dauerhaft vorgehalten0 fixe Knoten, Karpenter Just-in-TimeCompute-on-Demand statt Leerkosten
Artefakt-StorageArtifactory mit LizenzkostenMinio Open-Source mit EntraID-SSOLizenzkosten gesenkt, Identity zentral
Deploymentmanuell, ohne GitOps-DisziplinArgoCD und GitLab-CI/CD-Templatesreproduzierbare Firmware-Releases
Observabilityfragmentiert über mehrere Tools1 Grafana-Cloud-BackendBuild-Health zentral sichtbar
Yocto bleibt Yocto, aber der Build-Worker ist jetzt ein EKS-Pod, der nur existiert, wenn er gebraucht wird. Artifactory ist raus, Minio mit EntraID-SSO ist drin, und jeder Schritt vom Commit bis zum Firmware-Image läuft über Code in Git.
PL
Plattform-Engineering
CI-Pipeline · Premium-Haushaltsgeräte

Eingesetzte Technologien & Services

AWS EKS
Yocto / BitBake
Karpenter
Jenkins + Minio
ArgoCD + GitLab CI/CD
Grafana Cloud + Terraform

Häufige Fragen

Warum die komplette Migration zu AWS statt Hybrid?
Variable Yocto-Build-Workloads sind das Gegenteil eines Hybrid-Vorteils. On-Premise zwingt zu fixer Kapazität, AWS mit Karpenter erlaubt Just-in-Time-Scaling. Bei stark schwankenden Image-Varianten rechnet sich die Cloud-Skalierung schnell, ohne die Embedded-Build-Logik zu ersetzen.
Warum Karpenter statt Cluster Autoscaler?
Karpenter provisioniert EC2-Knoten direkt auf Basis ungeplanter Pods, schneller und granularer als der klassische Cluster Autoscaler. Für variable Jenkins-Build-Loads mit hohem Compute-Bedarf in Spitzen ist das ein deutlich besseres Modell als fix vorgehaltene Worker.
Warum Minio statt Managed S3 als Artefakt-Layer?
Minio bringt SSO-Integration mit Azure EntraID und läuft als S3-kompatibles Frontend direkt auf EKS. Damit ersetzt Minio nicht nur Artifactory, sondern hält das Identity-Modell konsistent, ohne den Kunden in einen weiteren Managed-Service zu zwingen.
Wie viel Yocto-Logik musste umgeschrieben werden?
Keine Migration der Embedded-Build-Logik, nur gezielte Erweiterung. Die Pipeline wurde auf BitBake-Modul-Ebene über Python-Anpassungen für neue Image-Anforderungen ausgebaut. Die existierende Build-Substanz blieb intakt, Reproduzierbarkeit und Image-Validität wurden nicht gefährdet.
Ist die Plattform DSGVO- und audit-konform?
Ja. Audit-Spuren laufen von Git-Commit bis Firmware-Release. Die AWS-Foundation ist über Terraform definiert, IAM-Rollen fein granular, SSO über Azure EntraID. Alle Workloads liefern in Grafana Cloud, damit lassen sich Anforderungen aus BSI-Grundschutz und EU Cyber Resilience Act abbilden.
Embedded-Build-Pipeline in die Cloud migrieren
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