Kundenreferenz

Firewall-Automatisierung mit Python: eine Library statt dreifach kopiertem KI-Code

Deutsche Direktbank · Firewall- und Netzwerkteam · etwa 10 bis 15 Personen · Pexon Consulting stellt der stellvertretenden Leitung Firewall einen Entwickler zur Seite, der KI-generierte Skripte zu getesteten Python-Bibliotheken macht und die IP-Prüfung vor der Server-Bestellung automatisiert.

Aktualisiert: September 2026
Das Wichtigste in Kürze
Wer
Eine deutsche Direktbank, anonymisiert. Das Firewall- und Netzwerkteam, etwa 10 bis 15 Personen und zu einem großen Teil extern, gibt frei, welche Prozesse mit welchen Servern der Deutschland-Organisation sprechen dürfen.
Problem
Firewall- und Netzwerkspezialisten schreiben kleine Python- und Bash-Skripte und lassen größere Stücke von KI-Tools erzeugen. Ohne Tests, Typen und eine Projektstruktur entsteht kopierter Code, den niemand neben dem Tagesgeschäft professionell pflegen kann.
Lösung
Pexon bereinigt diesen Code, führt Dubletten auf eine Source of Truth zusammen, veröffentlicht Bibliotheken in einem privaten PyPI auf Azure Artifacts und hängt Azure Pipelines für die Prüfungen daran, die im professionellen Umfeld üblich sind.
Ergebnis
Die Prüfung, ob eine Test-IP frei und für das anfragende Team erlaubt ist, ist fertig und als Bibliothek verfügbar. Der größere Abgleich von Firewall-Regeln über Checkpoint-Produkte ist implementiert, der Produktionstest steht bewusst noch aus.

Ergebnisse

Live
IP-Prüfung als Library · prüft vor der Bestellung, ob die Adresse frei und für das Team erlaubt ist
1 Stelle
Source of Truth · dieselbe Logik lag in einem Fall dreifach als KI-Kopie vor
pytest
Tests statt nur Handprobe · plus WireMock, weil Testserver oft kein Internet und enge Netzgrenzen haben
Offen
Produktionstest Firewall-Abgleich · Code steht, Rollout auf Produktion hält die Firewall-Leitung aus Security-Gründen zurück

Übersicht Kunde

Branche
Banking, Direktbank, Retail
Unternehmen
Deutsche Direktbank, anonymisiert. Firewall- und Netzwerkteam etwa 10 bis 15 Personen, großer Externenanteil
Region
Deutschland, Betrieb für die Deutschland-Organisation
Services
Python-Entwicklung im Firewall- und Netzwerkteam, Bereinigung von KI-Code, Bibliotheken, Azure Pipelines
Tech-Stack
Python, Polars, pytest, WireMock, Azure Repos, Azure Pipelines, Azure Artifacts, Checkpoint, CyberArk, Active Directory
Projektdauer
Laufender Einsatz, Stand September 2026. Verlängerung über das Jahresende ist offen
Compliance
BaFin- und DORA-Umfeld einer deutschen Bank. Getrennte Testsysteme ohne Internetzugang, enge Netzgrenzen
Status
IP-Prüfung veröffentlicht. Firewall-Abgleich implementiert, Produktionstest offen. Kleinere Bereinigungen mit Pipeline live

Ausgangslage

Spezialisten, keine Softwareentwicklung
Das Team besteht aus Firewall- und Netzwerkspezialisten. Python ist bekannt, kleine Skripte schreiben die Kolleginnen und Kollegen selbst, Bash ebenfalls. Sobald ein Vorhaben größer wird, fehlt die Praxis, die ein Entwickler im professionellen Umfeld mitbringt: Tests, Type Hints, eine nachvollziehbare Projektstruktur und die Entscheidung, welche Bibliothek welche Aufgabe übernimmt. Die stellvertretende Leitung Firewall ist selbst technisch und kommt aus C und C++. Sie weiß, wie man Themen automatisiert. Zeit dafür hat sie nicht, weil zu viel noch von Hand läuft. Genau die Automatisierung, die ihr diese Zeit zurückgeben würde, bleibt liegen. Der Einsatz sitzt deshalb als Entwickler in einem Team, das sonst keine Entwicklerrolle hat, und übernimmt die Stücke, für die Spezialwissen in Firewall und Netzwerk allein nicht reicht.
KI-Code ohne Leitplanken
Für größere Skripte hat das Team KI-Tools genutzt. Das Ergebnis lief, sah aber nicht aus wie Code, den man ein zweites Mal anfassen will. Ohne Vorgabe zu Struktur, Tests und Typen kopiert das Modell Logik, statt sie an eine Stelle zu legen. In einem Fall lag dieselbe Funktion dreimal im Baum, weil jede Anfrage eine neue Kopie erzeugt hat. Für den Betrieb zählt zuerst, dass die Regel greift. Für die Pflege zählt, dass es eine Source of Truth gibt. Beides gleichzeitig lieferte der KI-Entwurf nicht. Zusätzlich frisst das Erklären der Aufgabe oft so viel Zeit wie das Schreiben selbst: Die Leitung muss prüfen, ob das Modell steht und auf den nächsten Input wartet. Eine Entwicklerin oder ein Entwickler, dem man das Ziel einmal erklärt, zieht die fehlenden Anschlüsse selbst nach. Die Nacharbeit ist sichten, verwerfen, zusammenführen und testen.
Handtests hinter engen Netzgrenzen
Sicherheit entsteht hier zuerst durch die Netztopologie, nicht durch die Testpyramide. Viele Testserver haben keinen Internetzugang. Artefakte werden hinüberkopiert, Zugriffe gibt es nur auf festgelegte Systeme. Die Spezialisten wissen, in welchem Segment sie sich bewegen, und prüfen von Hand, ob nach dem Lauf nichts kaputt ist. Aus Sicht der Softwareentwicklung ist das nur ein Teil der Absicherung: Es zeigt, dass dieser eine Lauf auf diesem einen System nicht gescheitert ist. Es zeigt nicht, dass die nächste Änderung an Checkpoint, CyberArk oder Active Directory dasselbe Verhalten lässt. Hinzu kommt die Dokumentation der Firewall-Produkte. Wer sich strikt an sie hält, trifft trotzdem auf Abweichungen, die vorher nicht absehbar waren. Jeder Produktionsschritt bleibt deshalb langsam und an Personen gebunden, die den Pfad schon einmal von Hand gegangen sind.
Bestellungen, die an der IP hängen bleiben
Braucht eine Entwicklergruppe oder eine Teamleitung einen Server, geht eine Anfrage an das Netzwerkteam, inklusive einer gewünschten Test-IP. Stimmt die Adresse nicht, ist sie nicht frei oder für diese Gruppe nicht erlaubt, beginnt die Rückfrage. Der Vorgang läuft hin und her und dauert nur deshalb lange, weil jemand ein falsches Feld gefüllt hat. Dieselbe Reibung sitzt an der Firewall-Freischaltung. Regeln müssen über mehrere Checkpoint-Produkte hinweg abgeglichen werden: Was soll noch existieren, was ist ein Überbleibsel, was fehlt auf der anderen Seite. Zugangsdaten liegen in CyberArk oder im Windows Credential Manager, Konten im Active Directory. Am Ende braucht ein nachgelagerter Service eine CSV in einem festen Format. Einen Teil davon hatte die Leitung mit KI vorbereitet und den Rest weiter von Hand gezogen. Der Zielzustand, den das Team ansteuert: Netzwerk schaut nur noch drauf, sagt zu und lässt ausrollen.

Lösung & Vorgehen

1
Bibliotheken statt Skriptsammlung
Die Automatisierung wird als Produkt für das eigene Team behandelt, nicht als Ordner mit Skripten. KI-Entwürfe werden zerlegt, Dubletten auf eine Implementierung gezogen und als Bibliothek geschnitten. Die Pakete landen in einem privaten PyPI in Azure Artifacts, dazu Azure Repos für den Code, Azure Pipelines für die Prüfungen und Azure Boards für die Arbeit. Der Trade-off gegen ein geteiltes Repo ohne Paketgrenze: Spezialisten sollen Funktionen benutzen, ohne die Implementierung zu kopieren. Kopieren ist genau das, was die KI vorher getan hat, und genau das wollte die Leitung nicht mehr pflegen. Der Trade-off gegen ein großes Rahmenwerk: Das Team hat keine Zeit für eine Plattform-Einführung. Es braucht Pakete, die eine konkrete Frage beantworten, etwa ob eine IP frei und erlaubt ist. Schulung bleibt deshalb klein und auf Python-Grundlagen begrenzt. Die Leitung und das Netzwerkteam sind mit dem Tagesgeschäft ausgelastet. Erklärt wird, was die Sprache an der Stelle kann. Der Rest steht so, dass man ihn ohne Architekturvorlesung aufruft.
2
IP-Prüfung vor der Bestellung
Das erste abgeschlossene Werkzeug prüft eine angefragte Test-IP, bevor der Bestellvorgang in die Rückfrageschleife läuft. Zwei Fragen müssen gleichzeitig wahr sein: Die Adresse ist frei, und das anfragende Team darf sie benutzen. Nur eine von beiden reicht nicht. Eine freie Adresse im falschen Segment erzeugt dieselbe Hin-und-her-Schleife wie eine belegte Adresse. Die Prüfung ist fertiggestellt und als Bibliothek bereitgestellt. Der weitere Bestellweg ist noch in Arbeit. Ziel ist, dass das Netzwerkteam den Vorgang nur noch gegenliest und freigibt, statt fehlende oder falsche Angaben selbst zu korrigieren. Bewusst nicht versprochen wird eine vollautomatische Provisionierung ohne menschliche Freigabe. In einer Bank mit Firewall-Verantwortung bleibt die letzte Aussage bei den Spezialisten. Die Automatisierung nimmt ihnen die Fälle ab, die nur deshalb Zeit kosten, weil die Eingabe nicht zum Regelwerk passt. Infrastructure as Code stand in der ursprünglichen Rollenbeschreibung, ist in diesem Einsatz aber nicht die Arbeit. Der Hebel liegt in Python zwischen Netzwerk und Firewall, nicht in einem zweiten Terraform-Stack.
3
Checkpoint, CyberArk, Active Directory, eine CSV
Das größere Werkzeug gleicht Firewall-Regeln über mehrere Checkpoint-Produkte ab. Die Frage an das Netzwerkteam lautet: Existiert eine Regel noch, die nicht mehr existieren soll, oder fehlt sie dort, wo sie stehen muss. Dafür werden die Systeme angebunden, die das Team vorher einzeln und teils von Hand abgefragt hat. Zugangsdaten kommen aus CyberArk oder aus dem Windows Credential Manager, Konten und Anmeldungen aus dem Active Directory. Die Ergebnisse werden bereinigt und als CSV in dem Format geschrieben, das der nachgelagerte Service erwartet. Polars übernimmt das Lesen und Bearbeiten der Tabellen, als modernerer Weg gegenüber Pandas für genau diese Dateien. Asynchrone Bibliotheken nutzen die Wartezeit auf die wenigen Systeme, die von den Testnetzen aus erreichbar sind. Der KI-Entwurf der Leitung hatte einen Teil der Strecke schon skizziert, ließ aber Anbindung, Tests und Struktur offen. Die Services sind angeschlossen und die Tests ergänzt. Der Code ist soweit fertig. Ein vollständiger Lauf gegen Produktion fehlt, weil dafür ein Wechsel auf die Produktivsysteme nötig ist.
4
pytest und WireMock vor dem Produktionstest
Produktionsnähe und Testbarkeit widersprechen sich in diesem Netz. Viele Ziele sind vom Arbeitsplatz aus nicht erreichbar, Testserver haben kein Internet, und die Firewall-Leitung gibt den Sprung auf Produktion nur nach ihrem eigenen Prozess frei. Sie hat Security-Hintergrund und behandelt diesen Schritt bewusst langsam. Getestet wird deshalb in zwei Stufen. pytest deckt das Verhalten der Bibliothek ab. WireMock steht für die Gegenstelle, die hinter der Netzgrenze liegt und im Test nicht aufgerufen werden darf. Wo ein Testsystem für Checkpoint erreichbar ist, läuft zusätzlich ein Live-Abgleich. Der ist nötig, weil die Produktdokumentation Lücken hat und Antworten liefert, die ein strikt dokumentationsgetreuer Client nicht erwartet. Geprüft wird, dass gesendete und empfangene Nachrichten zum vereinbarten Vertrag passen, statt unerwartete Felder still zu schlucken. Shell-Skripte und Docker kommen nur dort dazu, wo der Betrieb sie schon nutzt. Sie sind nicht das Architekturziel. Kleinere Altbestände sind über denselben Weg bereits bereinigt: Pipeline dran, Bibliothek veröffentlicht, Aufwand bewusst klein gehalten.

Vorher / Nachher

DimensionVorherNachherEffekt
CodeherkunftKI-Skript, dreifach kopiert, ohne Tests und Typeneine Bibliothek in Azure Artifactseine Source of Truth, die das Team aufruft statt kopiert
IP-AnfrageRückfragen, wenn die Adresse falsch oder nicht erlaubt istPrüfung auf frei und erlaubt, als Libraryder Vorgang stoppt nicht mehr an der ersten Fehleingabe
Firewall-AbgleichHandarbeit über Checkpoint, CyberArk und Active Directoryein Lauf schreibt die CSV im erwarteten FormatCode fertig, Produktionstest folgt dem Security-Prozess
Absicherung der ÄnderungHandprobe auf einem Testserver ohne Internetpytest, WireMock und gezielter Live-LaufVerhalten ist wiederholbar, auch wenn das Zielsystem nicht erreichbar ist
“
Es muss funktionieren, und es darf nur eine Stelle geben, an der diese Logik gepflegt wird. Kopien aus dem KI-Tool sind für den Betrieb kein Zustand, den wir behalten.
FL
Stellvertretende Leitung Firewall
Firewall und Netzwerk · deutsche Direktbank

Eingesetzte Technologien & Services

Python Azure Artifacts Azure Pipelines Checkpoint CyberArk pytest und WireMock

Häufige Fragen

Was bringt Firewall-Automatisierung mit Python einer Bank, die schon KI-Tools nutzt?
KI-Tools erzeugen in diesem Firewall-Team lauffähige Skripte, aber ohne Tests, Type Hints und eine gemeinsame Struktur. Dieselbe Logik lag dadurch mehrfach im Code. Pexon zieht das auf eine Python-Bibliothek in Azure Artifacts zusammen. Die Spezialisten rufen die Funktion auf, statt die nächste Kopie zu pflegen. Der Gewinn ist Wartbarkeit im bestehenden Netz, nicht ein weiteres Modell.
Wie testet man Firewall-Automatisierung, wenn der Testserver kein Internet hat?
Viele Testsysteme dieser Direktbank haben keinen Internetzugang, und Netzgrenzen lassen nur wenige Ziele zu. Geprüft wird die Bibliothek mit pytest und simuliert die Gegenstelle mit WireMock. Einen Live-Lauf gibt es nur gegen das erreichbare Checkpoint-Testsystem, weil die Produktdokumentation nicht jede Antwort beschreibt. Der Sprung auf Produktion bleibt ein eigener Freigabeschritt der Firewall-Leitung.
Ist der Checkpoint-Abgleich schon in Produktion?
Nein. Der Abgleich über die Checkpoint-Produkte, inklusive CyberArk, Windows Credential Manager und Active Directory, ist implementiert und schreibt die CSV im Format des nachgelagerten Service. Getestet gegen Produktion ist er nicht. Die stellvertretende Leitung Firewall hält diesen Schritt zurück, bis ihr Security-Prozess die Freigabe gibt. Die IP-Prüfung dagegen ist fertig und als Bibliothek verfügbar.
Ersetzt das den Bestellprozess für Server und IP-Adressen?
Die Prüfung ist ersetzt, der gesamte Bestellprozess noch nicht. Vorher blieb eine Anfrage hängen, wenn die Test-IP nicht frei oder für das Team nicht erlaubt war. Diese Prüfung liefert die Bibliothek jetzt vorab. Daran arbeitet das Team weiter, damit Netzwerk den Vorgang nur noch gegenliest und ausrollen lässt. Eine Freigabe ohne die Firewall- und Netzwerkspezialisten ist nicht das Ziel.
Lässt sich das Muster auf andere Banken übertragen?
Ja, überall wo Firewall- oder Netzwerkteams Regeln, Konten und Zugangsdaten von Hand über Checkpoint, CyberArk und Active Directory abgleichen und KI-Skripte ohne Tests sammeln. Voraussetzung ist ein privates Paket-Repository, hier Azure Artifacts, plus Pipelines und ein Testweg, der ohne Internetzugang auf dem Testserver auskommt. IaC war hier ausdrücklich nicht der Hebel.
Firewall-Automatisierung für Ihr Netzwerkteam klären
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