Kundenreferenz

Bayer Crop Science: AWS-Plattform für KI-Pflanzenschutz, 30 % weniger Wartung und 20 % weniger Bugs

Bayer AG · Crop Science · Crop Protection Innovation Lab · Head of Platform / Cloud Engineering · Wie Pexon Consulting seit Juli 2024 im Crop Protection Innovation Lab der Bayer AG die AWS-Cloud-Plattform hinter der digitalen Gelbschale MagicTrap und einem KI-gestützten Drohnen-Pflanzenschutz-Use-Case vereinheitlicht: Domain-Driven Design, Python-First, Aurora Serverless und automatisierte Code-Quality über GitHub Actions.

Aktualisiert: Juli 2026
Das Wichtigste in Kürze
Wer
Bayer AG, Crop Science Division, Crop Protection Innovation Lab (CPIL): DAX-Konzern mit rund 93.000 Mitarbeitenden und ca. 45 Mrd. Euro Umsatz, Produktfokus digitale Gelbschale MagicTrap, Drohnen-basierter Pflanzenschutz und MagicSprayer. Buyer-Rolle: Cloud- und Platform-Engineering im 9-köpfigen CPIL-Team.
Problem
Historisch gewachsene Heterogenität aus über 30 Python- und 12 Go-AWS-Lambdas blockierte Wartung, Skalierung in neue Märkte und die zuverlässige Verarbeitung von täglich zehntausenden Bild-Uploads für KI-Pipelines im digitalen Pflanzenschutz.
Lösung
Pexon liefert Senior Cloud- und Python-Backend-Engineering: Domain-Driven Architecture, Migration Go nach Python, GraphQL nach REST, zentrale Python-SDK, DocumentDB nach Aurora Serverless, asynchrones Messaging und GitHub-Actions-Quality-Gates auf AWS Serverless-First.
Ergebnis
Vereinheitlichte Architektur über 30+ Python- und 12 Go-Lambda-Services, 30 % weniger Wartungsaufwand, 20 % weniger Bugs im Produktivsystem und eine skalierbare Backbone-Plattform für MagicTrap und den Drohnen-KI-Use-Case, die Feldsaison-Last ohne lineare Operations-Aufstockung trägt.

Ergebnisse

30
% weniger Wartungsaufwand · durch vereinheitlichte Lambda-Architektur und zentrale Python-SDK
20 %
weniger Bugs produktiv · weniger Produktionsfehler nach Stack-Konsolidierung und Quality-Gates
30+
Python-Lambdas vereinheitlicht · plus 12 Go-Services auf konsistente Domain-Architektur gebracht
10k+
Bilder/Tag in KI-Pipelines · tägliche Uploads für Ungeziefer- und Feldzustands-Analyse in der Saison

Übersicht Kunde

Branche
AgriTech · Crop Science · digitaler Pflanzenschutz (Pharma-Konzern Bayer AG)
Unternehmen
Bayer AG · ca. 93.000 Mitarbeitende · ~45 Mrd. € Umsatz · DAX · 9-köpfiges CPIL-Team
Region
Deutschland (CPIL), Endkunden Landwirte in nahezu allen EU-Ländern
Services
AWS Serverless Platform Engineering, Python Backend, Domain-Driven Refactoring, API-Migration, SDK-Aufbau, CI/CD Code-Quality, Aurora-Migration
Tech-Stack
AWS Lambda, Aurora Serverless, S3, DocumentDB (Legacy), Terraform, GitHub Actions, Python, Go (Legacy), Docker, Kubernetes, DDD, REST, Async Messaging
Projektdauer
seit Juli 2024 (laufend); Drohnen-Use-Case bis April 2025, MagicTrap-Plattform fortlaufend
Compliance
DSGVO · ESG-Datenbasis für präzisen Pflanzenschutz · EU-Agrarmärkte
Status
laufendes Engagement; vereinheitlichte Plattform produktiv für MagicTrap und KI-Pipelines

Ausgangslage

Digitale Gelbschale und Drohnen-KI für europäische Landwirte
Bayer Crop Science erweitert das klassische Pflanzenschutz-Portfolio um digitale Produkte. Im Crop Protection Innovation Lab steht die digitale Gelbschale MagicTrap im Fokus: eine sensorbasierte Falle erfasst Ungezieferbelastung auf dem Feld, lädt Bilder in die Cloud, lässt sie von KI-Modellen auswerten und liefert Landwirten über eine App konkrete Handlungsempfehlungen. Parallel lief bis April 2025 ein zweiter Use-Case: automatisierte Drohnen-Erfassung des Feldzustands mit KI-basierter Bildauswertung. Endkunden sind Landwirte in nahezu allen EU-Ländern, die manuelle Felderfassung automatisieren wollen. Für den Cloud- und Platform-Lead im CPIL war klar: ohne eine skalierbare, wartbare AWS-Backbone-Plattform multipliziert jeder neue Use-Case die Komplexität statt den Impact. Pexon Consulting übernimmt seit Juli 2024 die Rolle Senior Cloud plus Python Backend Engineer im 9-köpfigen Team und trägt genau diese Plattform-Vereinheitlichung.
Wildwuchs aus 30+ Python- und 12 Go-Lambdas
Die Service-Landschaft war historisch gewachsen: über 30 Python-AWS-Lambdas und 12 Go-AWS-Lambdas, jeweils leicht anders aufgebaut, mit abweichenden Auth-, Logging-, Error- und Deployment-Mustern. Jede Änderung erforderte tiefes Service-Know-how statt teamweiter Standards. Veraltete Anforderungen in vielen Services entsprachen nicht mehr dem aktuellen Geschäftsmodell rund um MagicTrap und KI-Bildpipelines. Für Backend-Teams bedeutete das: Wartungszeit statt Feature-Zeit. Pexon priorisierte deshalb nicht weitere Einzellösungen, sondern die Reduktion kognitiver Last über Domain-Grenzen, Programmiersprache und API-Konventionen. Der Trade-off war bewusst: kurzfristig Migrationsaufwand, mittelfristig deutlich geringere Kosten pro Change und weniger Produktionsbugs.
Skalierung in neue Märkte und volatile Feldsaison-Last
Die Plattform muss globale Verfügbarkeit und extreme Lastprofile tragen: in der Feldsaison werden täglich zehntausende Bilder hochgeladen und über AI-Pipelines analysiert, dazwischen ist die Last deutlich ruhiger. Klassische, fest dimensionierte VM-Stacks wären teuer und träge. Gleichzeitig sollten neue Märkte und Funktionen ohne lineare Aufstockung der Operations-Kapazität angebunden werden können. Heterogene GraphQL-Endpoints und fehlende Domain-Trennung erschwerten klare Teamzuständigkeiten und API-Verträge. Für den Head of Platform war Skalierung damit keine reine Compute-Frage, sondern eine Architekturfrage: Serverless-First auf AWS, asynchrones Messaging und klare Bounded Contexts nach Domain-Driven Design, damit Spitzenlast und Feature-Growth denselben Backbone nutzen.
Betriebskomplexität von DocumentDB und fehlende Quality-Gates
AWS DocumentDB als Persistenz trug Betriebskomplexität und Skalierungseigenschaften, die zum Serverless-Zielbild der Plattform nicht passten. Duplizierte Setup-, Auth- und Plumbing-Logik in den Lambdas erhöhte die Fehleranfälligkeit. Code-Quality hing stark von manueller Review-Disziplin ab statt von automatisierten Gates über alle Services. In einer Landschaft mit 40+ Lambdas ist das kein Cosmetik-Thema: Inkonsistente Patterns erzeugen genau die Bug- und Wartungslast, die später als 20 % bzw. 30 % Reduktion messbar wird. Pexon adressierte Persistenz, SDK-Abstraktion und CI/CD parallel, damit Architektur-Refactoring und Delivery-Geschwindigkeit sich nicht gegenseitig blockieren.

Lösung & Vorgehen

1
Domain-Driven Architecture und Python-First auf AWS Serverless
Pexon etablierte Domain-Driven Architecture als Leitprinzip: jeder Microservice ist für genau eine Domain zuständig, Kommunikation läuft asynchron über Messaging, Bausteine sind Lambda, Aurora Serverless und S3. Die Programmiersprache wurde auf Python als Primary vereinheitlicht; Go-Lambdas werden schrittweise migriert, statt parallel zwei Stack-Ökosysteme zu pflegen. Trade-off bewusst gewählt: Go bleibt in einzelnen Legacy-Pfaden, solange die Migration Risiko und Nutzen trägt; der Default für neue und refaktorierte Services ist Python. Für das CPIL-Team sinkt die kognitive Last, Onboarding wird schneller, und Wartungsmuster gelten serviceübergreifend. AWS Serverless-First passt zu den volatilen Feldsaison-Lastprofilen: Kapazität skaliert mit den Bild-Uploads, ohne dauerhaft überprovisionierte Compute-Kosten.
2
GraphQL nach REST und klare Domain-APIs
Heterogene GraphQL-Endpoints wichen einem REST-API-Standard mit klar abgekapselten Domain-APIs. Warum REST statt weiter GraphQL zu vereinheitlichen? Weil die bestehenden GraphQL-Flächen historisch gewachsen waren, Domain-Grenzen verwischten und Teamzuständigkeiten unscharf machten. REST mit Bounded Contexts nach DDD macht Ownership und Verträge explizit: ein Team ändert eine Domain-API, ohne implizite Schema-Kopplung über den gesamten Graph. Trade-off: Clients müssen umgestellt werden, und flexible Ad-hoc-Queries entfallen. Gewinn: stabilere Verträge, bessere Testbarkeit und weniger Cross-Service-Regressionen. Pexon migrierte existierende Services schrittweise und koppelte die API-Arbeit an die Go-nach-Python-Migration, damit Stack- und Vertragswechsel nicht zweimal durch dieselbe Service-Fläche laufen.
3
Zentrale Python-SDK und DocumentDB-zu-Aurora-Migration
Wiederkehrende Setup-, Auth- und Plumbing-Logik wanderte in eine zentrale Python-SDK. Backend-Teams schreiben Business-Logik statt Boilerplate zu kopieren. Parallel migrierte Pexon Persistenz von AWS DocumentDB zu Serverless AWS Aurora: bessere Skalierungseigenschaften, geringerer Betriebsaufwand, Passung zum Serverless-First-Zielbild. Trade-off gegenüber DocumentDB: Migrations- und Schema-Arbeit, dafür weniger Cluster-Betrieb und klarere relationale Verträge dort, wo Domänen sie brauchen. S3 bleibt der Objekt-Store für Bildvolumen der KI-Pipelines. Terraform hält Infrastruktur als Code nachvollziehbar. Die SDK plus Aurora-Migration ist der Hebel hinter der messbaren Wartungsreduktion: weniger doppelte Fehlerquellen, weniger spezielle Betriebswege, mehr Kapazität für MagicTrap-Features.
4
GitHub Actions Quality-Gates und skalierbare Bild-Pipelines
Automatisierte Code-Quality-Pipelines über GitHub Actions sichern Standards über alle Services: Linting, Tests und Quality-Gates greifen vor dem Deploy, nicht erst in Produktion. Das verkürzt Entwicklungszyklen, weil Feedback früher kommt und Review-Kapazität nicht allein die Qualität hält. Für die Bildstrecken gilt: täglich zehntausende Uploads speisen AI-Pipelines für Ungezieferdetektion und Feldzustandsanalyse. Die vereinheitlichte Serverless-Architektur trägt Spitzen in der Feldsaison, ohne dass Operations linear mitwächst. Trade-off: strengere Gates verlangsamen den ersten Merge leicht, reduzieren aber Produktionsbugs und Hotfixes. Genau dort liegt der zweite belegte Effekt: 20 % weniger Bugs im Produktivsystem. Pexon verbindet AWS-Serverless-Engineering, Python-Backend und DDD zu einer Plattform, die Bayer Crop Science für die nächste Wachstumsphase der digitalen Pflanzenschutz-Produkte trägt.

Vorher / Nachher

DimensionVorherNachherEffekt
Service-Architektur30+ Python- und 12 Go-Lambdas, heterogen und historisch gewachsenvereinheitlichte Domain-Architektur, Python-First, klare Bounded Contexts30 % weniger Wartungsaufwand, geringere kognitive Last im Team
API-Verträgeheterogene GraphQL-Endpoints ohne klare Domain-TrennungREST-APIs mit abgekapselten Domain-Grenzen nach DDDklare Teamzuständigkeiten und stabilere Schnittstellen
Persistenz & BetriebAWS DocumentDB mit höherer BetriebskomplexitätServerless AWS Aurora, passend zum Serverless-First-Zielbildbessere Skalierung, weniger Betriebsaufwand
Qualität & Deliverymanuelle Review-Disziplin, duplizierte Setup-Logik in Serviceszentrale Python-SDK plus GitHub-Actions Quality-Gates20 % weniger Bugs produktiv, schnellere Entwicklungszyklen
“
Wir brauchten keine weitere Generation leicht unterschiedlicher Lambdas, sondern einen Serverless-Backbone mit klaren Domänen, einer Sprache und Quality-Gates, der MagicTrap und KI-Bildpipelines in der Feldsaison trägt. Pexon hat genau diese Vereinheitlichung im CPIL vorangetrieben.
CP
Cloud & Platform Engineering
Crop Protection Innovation Lab · Bayer Crop Science

Eingesetzte Technologien & Services

AWS Lambda (Serverless) Python · Go (Legacy) Aurora Serverless · S3 Terraform GitHub Actions DDD · REST · Async Messaging

Häufige Fragen

Was macht die digitale Gelbschale MagicTrap von Bayer konkret?
MagicTrap erfasst sensorbasiert Ungeziefer auf landwirtschaftlichen Feldern, lädt die Bilder in die AWS-Cloud, lässt sie von KI-Modellen auswerten und liefert dem Landwirt über eine App Handlungsempfehlungen, etwa ob und wo Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden sollte. Pexon baut und vereinheitlicht die AWS-Serverless-Plattform hinter diesem Produkt.
Warum AWS Serverless statt klassischer Cloud-VMs für AgriTech-Pflanzenschutz?
Die Lastprofile sind extrem volatil: Feldsaisons treiben Spitzen mit täglich zehntausenden Bild-Uploads, dazwischen ist die Plattform deutlich ruhiger. AWS Lambda, Aurora Serverless und S3 skalieren automatisch und kosten vor allem bei tatsächlicher Nutzung. Pexon setzt Serverless-First genau für dieses Profil bei Bayer Crop Science um.
Warum Vereinheitlichung von Go-Lambdas auf Python?
Die Go-Services waren historisch gewachsen, ohne klares Domain-Mapping zum aktuellen Produktmodell. Konsolidierung auf Python senkt die kognitive Last im Team, reduziert parallele Stack-Tools und macht Wartungsmuster serviceübergreifend. Bei Bayer Crop Science gehören Migration nach Python und Domain-Driven Refactoring deshalb zusammen.
Wie zahlt die Plattform auf ESG-Ziele im Pflanzenschutz ein?
KI-basierte Ungezieferdetektion und Feldanalyse ermöglichen gezielteren Pflanzenschutz statt Pauschal-Ausbringung. Das reduziert Mittelmenge und Umweltbelastung und liefert gleichzeitig messbare Daten für ESG-Reporting. Die von Pexon vereinheitlichte AWS-Plattform macht diese Präzision für MagicTrap und verwandte Use-Cases skalierbar verfügbar.
Wie lange dauert die Vereinheitlichung einer heterogenen AWS-Lambda-Landschaft?
Bei Bayer Crop Science läuft das Engagement seit Juli 2024 fortlaufend: Domain-APIs, Python-First, SDK, Aurora-Migration und Quality-Gates greifen iterativ, nicht als Big-Bang. Dauer hängt von Service-Anzahl, API-Clients und Persistenz-Schnitt ab; belastbare Effekte wie 30 % weniger Wartung und 20 % weniger Bugs entstehen mit der Konsolidierung der Kern-Services.
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