Offene KI-Plattform: BDEW-Katalog braucht die Schicht 2026

Der BDEW-Katalog 2020 ist das Menü. Die Offene KI-Plattform ist die Küche: Gateway, Register, Kill-Switch, Code an Sie.

7 Sep.. 2026 | AI

Inhaltsverzeichnis

Phillip Pham, Gründer bei Pexon Consulting | 8 Min. Lesezeit | 07.09.2026


TL;DR: Offene KI-Plattform kurz erklärt

Die BDEW-Publikation vom 24. Juni 2020 dokumentiert 44 KI-Fälle. Sie provisioniert keine Infrastruktur. Pexon Consulting stellt die Offene KI Plattform für Stadtwerke bereit: Gateway, Register, Kill-Switch, Verbrauch statt Sitz. Energieversorger wenden KI so sicher an, ohne Schatten-KI und ohne Systemführung durch ein Modell. Code und IP gehen an Sie.

Katalog als Shop Schicht darunter
Was Sie kaufen einzelne PoCs, Sitze, Frontends Gateway, Register, Kill-Switch
Wer das Git hat der Vendor das Stadtwerk
Nachweis Folie, Workshop Log, Rolle, Freigabe
Rote Linie oft unklar kein Schalten, kein Leitsystem

Das Problem: Vorstände haben den Katalog, nicht die Küche

Am 24. Juni 2020 hat der BDEW mit appliedAI 44 KI-Fälle in vier Feldern veröffentlicht: Anlagenplanung, Instandhaltung, Netz- und Anlagenbetrieb, Vertrieb und Kundenschnittstelle. Workshops mit Unternehmensvertretern. Kein Produktversprechen. Die Studie steht weiter auf den BDEW-Seiten, ein Ersatzkatalog aus 2026 fehlt.

Das Papier erzeugt Einigkeit über das Was, nicht über das Wie.

Feld 1 trägt Hausanschlüsse, Genehmigungsdokumente, Standorte. Feld 2 Restlebensdauer, Drohnen, Einsatzplanung. Netz und Anlage (Feld 3) enthalten Netzzustand und Einspeisemanagement, dazu den Fall, den wir nie als Autopilot bauen: Schalthandlungen. Vertrieb und Kunde (Feld 4) bleiben bei Beschwerden, unplausiblen Rechnungen, Service-Qualität an Mail und Telefon. Das ist eine gemeinsame Sprache für CIO und Fachbereich. Es ist kein Lastenheft.

Wir sehen denselben Satz in Erstgesprächen. Der CIO kennt die Felder. Der Vorstand hat die Folie. Trotzdem landet der nächste Versuch im privaten Tab oder in einer Seat-Oberfläche, die kein Register schreibt. Der Katalog ist Menü. Er ist keine Küche.

Unser Rat ist unbequem: Lesen Sie das Papier als gemeinsame Sprache. Bauen Sie nicht 44 Inseln daraus. Wer 2026 so tut, als wäre das ein Lieferbestand, verkauft Workshops als Infrastruktur.


Was 2026 gemessen wird, ist nicht der Katalog

Laut Digital@EVU 2026 (BDEW/VSE/Kearney/IMP3ROVE, Presse 14. April 2026, mehr als 110 EVU) haben 29 Prozent eine KI-Strategie umgesetzt, 58 Prozent planen eine. Die Studie misst Lage, nicht Menü. Die Summe ist Planung plus Papier, nicht Produktivplattform.

59 Prozent nennen Sicherheitsbedenken als Hemmnis für Datenanalyse und KI. Das erklärt, warum Fachbereiche in den privaten Chat ausweichen, sobald der erlaubte Weg fehlt. Wer nur verbietet, produziert Schatten-KI. Karlsruhe und Jena beschreiben denselben Mechanismus öffentlich. Halle auch, nur mit anderem Produkt.

Eine zweite Messung, nicht dieselbe. PwC über die ZfK (13. April 2026, Lagejahr 2025) sieht 79 Prozent der EVU mit erster KI-Nutzung. 61 Prozent bleiben experimentell, unabhängig von der Größe. Kundenservice führt mit 29 Prozent. Kein Haus in der Befragung stuft sich als KI-getrieben ein. Die 29 Prozent Strategie aus Digital@EVU und die 79 Prozent Nutzung aus PwC gehören nicht in einen Satz.

Eine Studie von EY und BDEW (Stadtwerkestudie 2025, n=100) hebt die Erwartung: 82 Prozent stufen KI als Transformationsinstrument ein, Vorjahr 61 Prozent. Erwartung ist kein Gateway.

Wir raten davon ab, diese Quoten als Ausschreibungsziel zu lesen. Strategiequote ist nicht Register. Experimentell heißt: der PoC läuft, die Schicht nicht.


Der Fehler: den Katalog als Shop lesen

Wer die 44 Fälle als Einkaufsliste nimmt, kauft Fläche. Seat-Frontends. Konzern-GPT. Ein Chat, der sitzt, aber kein Git übergibt.

Das ist der teurere Weg, wenn das Haus hinterher Konnektoren, Logs und Freigabe nachrüstet. Sitze skalieren linear. Nutzen nicht.

Marktbild, fair und nicht als Pexon-Case: Die Stadtwerke Halle schildern im ZfK-Interview mit Robert Möbes den Auslöser ChatGPT im Browser. Offizieller Start einer Seat-Plattform im August 2025, später rund 800 Zugänge von etwa 3.100 Beschäftigten, 25 Fälle im Register. Langdock listet Chat und Agents mit 25 Euro pro Nutzer und Monat, Stand 7. September 2026. Governance als Add-on nach dem 1. Januar 2027. Wer Fläche mietet, mietet auch die nächste Preisliste.

Thüga plus Telekom (Meldung 14. April 2026) zielen auf rund 100 Häuser im Verbund, T Cloud Public. Wer nicht in dem Rahmen sitzt, oder wer Prompt und Konnektor selbst halten will, braucht eine andere Schicht.

Unsere klare Empfehlung: Fläche mieten, wenn Sie nur den Satz in Office brauchen. Git besitzen, wenn Netz-, Anlagen- oder Kundenakten das Modell sehen. Code und IP gehören ins Haus, nicht in ein White-Label.

# Nur Wege, die im Register stehen. Privater Tab ist kein Weg.
ERLAUBT = {"wissen-rag", "email-entwurf", "klaerfall-text"}

def darf_laufen(weg: str, kill_switch: bool, modell: str = "claude-sonnet-4-6") -> bool:
    if kill_switch:
        return False
    if weg not in ERLAUBT:
        return False
    return bool(modell)

Ohne Register-ID ist der Weg Theater. Ohne Kill-Switch, den Revision testen kann, ist Governance eine Dienstanweisung auf dem SharePoint.


Die Schicht: Offene KI Plattform unter dem Katalog

Die kurze Antwort: Die Offene KI Plattform für Stadtwerke ist Infrastruktur plus Governance, nicht ein zweites Frontend. SSO am Verzeichnis des Hauses. Logs. Register. Kill-Switch. PII vor dem Modell. Verbrauch statt Sitz. Copilot bleibt in Word und Outlook. Störungsprotokoll und Kundenakte tun das nicht.

Pexon Consulting (80 Mitarbeitende, Deutschland, Microsoft Partner) provisioniert genau diese Schicht. Wir tippen Ihnen nicht den Katalog nach. Wir verdrahten den einzigen Weg, auf dem ein Modell eine Akte sehen darf. Die Offene KI-Plattform ist die Mutter. Für Stadtwerke gilt dieselbe Mechanik, mit Energie- und KRITIS-Grenze.

Zwei Wege für das Modell. Tenant oder on-prem. Oder EU-Inferenz hinter Vertragskette. Public ChatGPT auf der Netzdoku ist keiner der Wege. Copilot in Office ändert das nicht. Der Satz in Word darf dort bleiben. Die Akte aus SAP, GIS oder Ticket darf das nicht, solange kein Gateway den Weg schreibt.

In unseren Projekten scheitert der Sprung selten am Modell. Er scheitert am fehlenden Register und daran, dass drei Fachbereiche drei Chats gekauft haben. Dann kommt Revision und fragt, welches Modell gestern welche Kundenakte gesehen hat. Ohne Log ist die Antwort: wir wissen es nicht.

Der Rat gegen den Einkauf: kaufen Sie nicht zuerst Sitze. Kaufen Sie den Weg. Sitze ohne Gateway erzeugen genau den Browser-PoC, der oben in der Lücke steht.

Das läuft jetzt im POC. Was für den Produktivbetrieb fehlt: Gateway, SSO, Register, Kill-Switch, Git. Der Katalog allein provisioniert das nicht. Den Sprung klären Sie im Plattform-Check (45 Min).

Drei Häuser, acht Bausteine, eine rote Linie

Dieselbe Plattform, andere erste Bausteine. Das integrierte Stadtwerk startet bei Service und Wissen, weil der Stau im Postfach und in der Doku liegt, nicht in der Leitwarte. Der VNB bei Klärfall und Netzdokumentation, weil dort Text und Zeichnung den Morgen füllen. ÜNB beginnen bei Register und Dokumenten, nicht bei Systemführung. Eine Schicht, drei Startpunkte. Wer alle drei Häuser mit demselben Frontend und ohne Register kauft, kauft drei neue Schatten-Wege.

Zuerst acht Wege mit menschlicher Freigabe. Nicht weil sie hübsch in der Folie stehen. Weil HITL tragbar ist und die OT-Nähe niedrig bleibt:

  1. E-Mail klassifizieren, priorisieren, Entwurf, Mensch sendet.
  2. Wissens-RAG auf freigegebenen Vorgängen. Netzindex nicht im Vertrieb.
  3. Unplausible Rechnung und Klärfalltext.
  4. Genehmigungs- und Vertragstexte vorprüfen.
  5. Interne Netzdokumentation, nicht das Leitsystem.
  6. Beschwerdegründe aus Feedback, keine Stimmung ohne Betriebsrat.
  7. PII-Maskierung, bevor das Modell die Akte sieht.
  8. Einsatzplanung Wartung als Assistenz, nicht als Dispatch-Autopilot.

Lastprognose und Bild-Drohnen nicht zuerst. Die GenAI Factory der Netzbetreiber (Energieforen, Januar bis August 2025, sieben Netze) hat denselben Lerneffekt öffentlich gemacht: mit Text starten. Lastprognose scheiterte dort an der Datenbasis. Nicht unsere Referenz. Der Satz bleibt.

Danach die rote Linie, schriftlich. Adesso über die ZfK: autonome Schalthandlungen in Strom- und Gasnetz bleiben draußen. SMGW-Admin-Rohdaten besonders kritisch. BSI warnt vor agentischen Systemen, die Tools an die Leittechnik koppeln. Protokollzusammenfassung ja. Schaltbefehl nein.

Was wir ausdrücklich nicht sind:

  • kein Verband und kein White-Label des BDEW
  • kein Leitsystem und kein 24/7-Leitwartenersatz (Betrieb 8×5)
  • kein Siegel „AI-Act-konform“ (Anhang III ist mit dem Digital Omnibus, Rat 29. Juni 2026, auf den 2. Dezember 2027 verschoben, Transparenz bleibt)

Dieser Text bleibt bei der Schicht. Die 44 Fälle sind Roadmap. Sie sind kein Lieferbestand.


Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Offene KI Plattform für Stadtwerke?

Endpreis nach Scope, ohne Lockvogelzahl. Der Plattform-Check in 45 Minuten klärt Gateway, Register, Kill-Switch und Git. Cloud und Modelle bleiben extra.

Offene KI Plattform vs Seat-Frontend: was zuerst?

Die Schicht. Sitze ohne Register erzeugen den nächsten privaten Tab. Copilot darf in Office bleiben. Netz- und Kundenakten laufen über das Gateway.

Hat Pexon die 44 BDEW-Fälle fertig gebaut?

Nein. Der Katalog von 2020 ist Roadmap. Wir entwickeln ausgewählte Bausteine mit Ihnen. Code und IP gehen an das Stadtwerk. Wer etwas anderes behauptet, verkauft Folien.

Ist das ein Angebot des BDEW?

Nein. Der Verband dokumentiert. Pexon Consulting provisioniert Infrastruktur und Governance. Kein Partner-Siegel, kein Revenue-Share mit dem Verband.

Darf die KI im Netz schalten?

Nein. Assistenz an Text und Dokument ja. Autonome Schaltung, kurativer Redispatch und SMGW-Rohdaten bleiben draußen. Das gilt für Stadtwerk und ÜNB gleich.


Nächster Schritt

Wenn der Katalog gelesen ist und der erste PoC im Browser läuft, ist der nächste Schritt die Schicht, nicht ein zweites Frontend. Mitbringen sollten Sie drei Dinge: welche drei Fälle intern schon auf dem Tisch liegen, welches Register existiert, wer Kill-Switch und Git entgegennimmt. Ohne diese drei Punkte bleibt der Check ein Folientermin. Mit ihnen dauert er 45 Minuten und endet mit einem ja oder nein zur Schicht. Den Stand klären Sie im Plattform-Check oben.


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