Constantin, Consultant für Azure und Datenplattformen bei Pexon Consulting | 10 Min. Lesezeit | 14.09.2026
TL;DR: Microsoft Fabric Partner ohne Badge-Theater
Ein Microsoft Fabric Partner ist 2026 nützlich, wenn er Scope, Gateway und Modell namentlich liefert, nicht wenn er den höchsten Status auf der Folie trägt. Pexon Consulting (80 Mitarbeitende, Deutschland, Microsoft Partner, ISO 27001) ist Partner, nicht Featured Partner, und kein 24/7-Betrieb. 34.000 EUR kaufen 30 Tage Lakehouse light, eine Pipeline, ein Modell, 1-2 Reports. F-SKU extra.
| Kriterium | Reicht | Reicht nicht |
|---|---|---|
| Status | Microsoft Partner, benannt | Featured als Ersatz für Scope |
| Lieferobjekt | Modell, Pipeline, Report | Nur Capacity und Workshop |
| Betrieb | Refresh-Owner, Gateway-Patch | Versprochene 24/7 ohne Vertrag |
| Grenze | Vespa und F-SKU extra | Alles inklusive, nichts benannt |
Das Problem: der Badge entscheidet die Shortlist
Einkauf legt drei Partner-Karten auf den Tisch. Eine trägt Featured. Eine trägt Gold in einem anderen Workload. Eine trägt „Fabric“ in der Überschrift und einen allgemeinen Cloud-Text.
Die Shortlist sortiert nach Logo. Das Vorhaben sortiert später nach fehlendem semantischem Modell.
Ein Microsoft Fabric Partner, der Capacity beantragt und eine Architekturfolie hinterlässt, hat den Tenant geöffnet. Er hat die Plattform nicht gebaut. Controlling merkt das am ersten Montag ohne Zahl.
Wir raten davon ab, den Status als erstes Filterkriterium zu setzen. Status ist eine Microsoft-Beziehung. Ihr Use Case ist eine Strecke.
Was der Status 2026 wirklich sagt
Die Direktantwort: Partner heißt, Microsoft listet uns. Featured heißt, Microsoft hebt uns in einem Programm zusätzlich hervor. Beides sagt nichts über Ihr Gateway.
Pexon Consulting ist Microsoft Partner. Featured Partner sind wir nicht. Das schreiben wir hier, bevor es ein Vertriebsdeck tut. ISO 27001 gilt. 24/7 verkaufen wir nicht. 80 Mitarbeitende, Deutschland.
Wer Featured als Qualitätssiegel liest, liest ein Marketingprogramm. Wer ISO 27001 als Refresh-Garantie liest, liest ein Informationssicherheits-System. Beides ersetzt nicht die Frage: Wer patcht das Gateway, wenn der Stand leer bleibt?
Laut der Microsoft-Learn-Seite zu Fabric-Lizenzen sind F-SKUs die empfohlene Capacity, sekundengenau über Azure. Ein Partner, der die F-SKU im Tagessatz versteckt, macht Angebote unvergleichbar. Die Einordnung der Capacity liegt auf der F-SKU-Preisseite.
- Status notieren, nicht gewichten.
- Lieferobjekt in einem Satz verlangen: Quelle, Modell, Report.
- F-SKU extra führen.
- Gateway-Version und Patch-Owner verlangen.
- 24/7 nur glauben, wenn ein Vertrag ihn beschreibt.
Fünf Fragen, die den Partner entzaubern
Unsere klare Empfehlung: Stellen Sie diese fünf Fragen schriftlich. Die Antworten gehören in die Entscheidungsvorlage, nicht ins Nachgespräch.
Welche Quelle nehmen Sie in den ersten 30 Tagen? Eine. Nicht „die Landschaft“. Wer fünf Quellen im Erstauftrag stehen hat, hat den Festpreis schon verlassen.
Welches Objekt nehmen wir ab? Ein semantisches Modell und ein bis zwei Reports. Wer nur Workspaces und Berechtigungen abnimmt, hat eine Tenant-Hülle verkauft.
Welche Gateway-Version setzen Sie voraus? August 2026 trägt 3000.330. Power BI Desktop vom 3. September 2026 trägt 2.157.1354.0. Wer keine Version nennt, hat On-Prem nicht gebaut.
Was liegt außerhalb? Bei uns: Vespa, pgvector, F-SKU, 24/7. Ein Partner, der „alles inklusive“ schreibt, hat die Grenze nicht.
Wer erklärt den leeren Stand um 7:30 Uhr? Ein Name. Nicht „das Team“.
Das Pilotprojekt-Muster zeigt denselben engen Schnitt von der Projektsseite. Die Analytics-Übersicht zeigt, wo Reporting und Fabric bei uns zusammenliegen.
Was wir selbst liefern, ohne den Status zu strecken
Der 30 Tage Data Sprint kostet 34.000 EUR Festpreis. Im Scope liegen Lakehouse light, eine Pipeline, ein semantisches Modell und ein bis zwei Reports. Vespa und pgvector sind nicht enthalten. Die F-SKU bleibt extra.
Bei AXXCON (55 Mitarbeitende, Energiewirtschaft, Case 16. Juli 2026) hat Pexon Consulting Excel, CRM und On-Prem in ein Fabric-Lakehouse gelegt. Gateway statt Migration. Power BI tagesaktuell. Rund zwei Monate bis produktiv. Das ist größer als 30 Tage. Es bleibt ein benannter Fall, keine Badge-Folie.
Wir nennen keine Projekt-Euro-Summe für AXXCON. Die 34.000 EUR gelten nur für den Sprint-Scope.
Ein 1-Tages-PoC unter microsoft-fabric-poc-eintages-workshop klärt Go oder No-Go, ohne Euro-Zitat an dieser Stelle.
Wer Fabric gegen Databricks oder SQL Warehouse hält, findet die Einordnung im Plattformvergleich. Das ist Technik, kein Partner-Ranking.
Fabric Runtime 2.0 ist GA: Spark 4.1, Delta Lake 4.2, Python 3.13, Java 21. Ende September 2026 soll der Runtime Default für neue Workspaces werden. Ein Partner, der Custom-Libraries pinnt und den Default-Wechsel nicht erwähnt, hinterlässt Ihnen den Bruch.
Am 26. August 2026 ist die Kopplung von Power BI Copilot an Fabric Data Agents über die Assistants API entfallen. Ein Partner, der die Einführung mit genau diesem Muster verkauft, verkauft einen weggefallenen Pfad.
Technischer Minimalschnitt, den Sie im Angebot sehen sollten
Nach dem H2: Wenn das Angebot keinen Lauf gegen eine benannte Tabelle zeigt, ist es ein Workshop. Der folgende Block ist der kleinste Kern, den wir in einem Lakehouse abnehmen.
# Abnahmeobjekt, Runtime 2.0 (Spark 4.1, Delta 4.2)
# Kommentar: ohne diese Sicht gibt es kein Modell darüber
spark.sql("""
CREATE OR REPLACE VIEW lh_partner.vw_abnahme AS
SELECT
quelle_id,
CAST(datum AS DATE) AS datum,
COUNT(*) AS satz_anzahl
FROM lh_partner.fact_quelle
GROUP BY quelle_id, CAST(datum AS DATE)
""")
Wer diesen Kern nicht liefern will, weil „das machen wir im Enablement“, hat den Bau nicht im Preis. Enablement ohne Strecke ist Schulung. Schulung ist legitim. Sie ist kein Ersatz für den Partner-Auftrag.
| Angebotstyp | Was Sie kaufen | Wann ja |
|---|---|---|
| Status plus Workshop | Folie, Tenant, Capacity | Interne Architektur klären |
| 30 Tage Data Sprint | Eine Strecke, 1-2 Reports | Erste Zahl in 30 Tagen |
| Mehrjahresprogramm | Viele Schichten | Stabiles Schema, viele Systeme |
Das ist Geldverschwendung, wenn Sie Featured als Qualität kaufen und den Scope offen lassen. Dann zahlen Sie den Badge und debuggen den Refresh intern.
Pexon Consulting bleibt Microsoft Partner. Nicht mehr, nicht weniger. Die Data-Services-Übersicht zeigt das Feld neben Fabric.
Woran RFPs scheitern, bevor der Partner spricht
Ein Microsoft Fabric Partner kann nur so gut liefern, wie die Ausschreibung schneidet. Drei Formulierungen sehen nach Sorgfalt aus und produzieren unvergleichbare Angebote.
„Bitte beschreiben Sie Ihre Vorgehensweise zur Einführung von Microsoft Fabric.“ Ohne Quelle, ohne KPI, ohne Abnahmeobjekt antwortet jeder mit einem Phasenmodell. Sie vergleichen Folien.
„Bitte nennen Sie Referenzen mit ähnlicher Komplexität.“ Ähnlich bleibt weich. Fordern Sie Branche, Mitarbeitendenzahl und was produktiv hing. AXXCON nennen wir mit 55 Mitarbeitenden, Gateway und tagesaktuellem Power BI, Case 16. Juli 2026. Genau so konkret sollte die geforderte Antwort sein.
„Bitte berücksichtigen Sie KI-Readiness im Angebot.“ Ohne Modell ist das ein zweiter Auftrag im ersten Preis. Copilot auf Exporten ist keine Readiness. Die Assistants-Kopplung ist seit 26. August 2026 weg. Wer KI in denselben Festpreis zwingt, macht den Scope unlesbar.
Schreiben Sie stattdessen: eine Quelle, eine KPI, ein Modell, ein Report, F-SKU extra, Vektorsuche draußen. Dann werden Partner vergleichbar, inklusive uns.
Dieselbe Schärfe gilt intern. Wenn Einkauf den Badge gewichtet und IT den Refresh-Owner offen lässt, gewinnen Sie die Shortlist und verlieren den Montag. Der Microsoft Fabric Partner, den Sie brauchen, überlebt die fünf Fragen oben. Der andere überlebt die Folie und scheitert am ersten Refresh. Halten Sie die Antworten schriftlich, dann bleibt die Shortlist nachvollziehbar.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Microsoft Fabric Partner im ersten Schnitt?
Bei Pexon Consulting liegen 34.000 EUR Festpreis auf 30 Tagen: Lakehouse light, eine Pipeline, ein semantisches Modell, ein bis zwei Reports. F-SKU extra. Vespa und pgvector nicht enthalten. Status ändert diesen Preis nicht.
Microsoft Fabric Partner oder Featured Partner, worauf kommt es an?
Auf Scope, Gateway und Modell. Featured ist ein Microsoft-Programm. Pexon Consulting ist Partner, nicht Featured. Ein Featured-Badge ohne benannte Quelle ist trotzdem nur ein Workshop.
Reicht ein Partner, der nur die F-SKU einrichtet?
Nein. Capacity ohne Strecke ist eine Rechnung. Die F-SKU gehört extra in jedes Angebot, ersetzt aber Pipeline und Modell nicht.
Wie prüfen wir On-Prem-Kompetenz?
Fragen Sie nach Gateway-Version und Patch-Owner. Der August-2026-Stand ist 3000.330. Wer keine Version nennt, hat On-Prem nicht betrieben. Bei AXXCON blieb On-Prem über das Gateway stehen.
Bauen Partner Vespa oder pgvector im ersten Fabric-Auftrag mit?
Bei uns nein. Vektorsuche ist ein zweiter Schnitt. Wer beides in denselben Festpreis legt, macht Angebote unvergleichbar.
Nächster Schritt
Die nächste Entscheidung ist der Schnitt, nicht der nächste Badge-Vergleich.
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