Pexon Consulting | 10 Min. Lesezeit | 19.06.2026
TL;DR
Ein produktiver Kubernetes-Cluster für einen DACH-Mittelständler kostet 2026 typisch 75-180k EUR pro Jahr all-in — inklusive Cloud-Kosten, Operations-Aufwand und Add-on-Tooling. Versteckte Kosten machen oft 25-40% des Gesamt-TCOs aus. Pexon Consulting baut Cluster mit Festpreis-Sprint und transparenter Cost-Tracking-Pipeline, ab 32k EUR Initial-Investment plus Managed-Service ab 4k EUR/Monat.
Den größten Einzelposten bestimmt oft die Wahl des Anbieters, noch bevor Workloads laufen. Welche Unterschiede bei Control Plane, Worker Nodes und Load Balancer zwischen Hyperscalern und europäischen Anbietern bestehen, zeigt der Kostenvergleich für Managed Kubernetes bei zehn Anbietern auf unserem Vergleichsportal kubernetes-anbieter.de.
Die vier Kostenblöcke konkret
Wir hören das wöchentlich in CFO-Erstgesprächen: „Wir bezahlen 4.500 EUR/Monat für AKS. Plus Engineering, plus Lizenzen. Was kostet das wirklich?“
Vier Blöcke, die im TCO landen.
Block 1: Cloud-Compute-Kosten. Worker-Nodes, Storage, Networking. Bei einem typischen Mittelstand-Cluster mit 8-12 Standard_D4s_v5 Worker-Nodes plus Premium SSD plus Load Balancer landet ihr bei 3.500-5.500 EUR/Monat.
Block 2: Operations-Aufwand. Der größte versteckte Posten. Auch bei Managed K8s braucht ihr 0,3-0,5 FTE für Updates, Incident-Response, Compliance-Reporting. Bei einem internen Engineer mit voll-kostenbereinigten 110-140k EUR/Jahr sind das 36-65k EUR/Jahr Operations-Anteil. Mehr im Managed Kubernetes vs Self-Hosted-Vergleich.
Block 3: Add-on-Tooling. Monitoring (Datadog, New Relic oder Prometheus-Eigenbau), Logging, Security-Tools, Backup. Bei kommerziellen Tools schnell 8-20k EUR/Jahr.
Block 4: Versteckte Cost-Verschwendung. Über-allozierte Container-Resources, vergessene Test-Namespaces, ungenutzte Storage-Volumes. Wir sehen bei Erst-Audits typisch 18-32% Cost-Waste — also 8-15k EUR/Jahr bei mittelgroßen Clustern.
Der typische Mittelstand-Cluster im Detail
Beispiel: 10 Worker-Nodes auf AKS, 6 Production-Workloads, Single-Region.
Cloud-Kosten pro Monat:
- 10× Standard_D4s_v5 Worker-Nodes: 2.800 EUR
- Premium SSD Storage (8 TB total): 720 EUR
- Application Gateway: 220 EUR
- Azure Container Registry: 45 EUR
- Log Analytics Workspace: 320 EUR
- Summe Cloud: 4.105 EUR/Monat = 49.260 EUR/Jahr
Operations:
- 0,4 FTE × 120k EUR voll-kostenbereinigt = 48.000 EUR/Jahr
Tooling:
- Monitoring-Plattform: 6.000 EUR/Jahr
- Security-Scanner: 4.500 EUR/Jahr
- Backup-Lösung: 3.500 EUR/Jahr
- Summe Tooling: 14.000 EUR/Jahr
Gesamt-TCO: ~111k EUR/Jahr.
Bei vergleichbarem Self-Hosted-Setup landen wir typisch bei 165-200k EUR/Jahr — Managed K8s ist klar im Vorteil.
Wo Cost-Surprises herkommen
Vier Fallen aus Pexon-Audits.
Falle 1: Test-Cluster ohne Auto-Shutdown. Engineering-Team baut Dev-Cluster für Sprint-Tests, vergisst sie zu löschen. Pro vergessenem Cluster typisch 800-1.500 EUR/Monat.
Falle 2: Premium-Storage für Dev-Workloads. Standard-Storage kostet 40% weniger und reicht für Dev meistens.
Falle 3: Over-Provisioning der Container-Resources. Engineering-Team setzt CPU/Memory-Requests zu hoch „für den Fall“. Resultiert in unter-genutzten Nodes. Korrektur über Vertical Pod Autoscaler typisch 15-25% Einsparung.
Falle 4: Cross-Region-Traffic. Bei Multi-Region-Setups oder Cross-Cloud-Anbindungen können Egress-Kosten explodieren. Bei einem Pexon-Audit waren das 12k EUR/Monat versteckt in einer falsch konfigurierten Replikation.
Mehr zum FinOps-Pattern für LLM-Kosten, das auch für K8s-Kosten gilt.
Die Cost-Tracking-Pipeline
In Pexon-Setups bauen wir ein standardisiertes Cost-Tracking pro Workload.
# Beispiel: Workload-Labeling für Cost-Tracking
apiVersion: apps/v1
kind: Deployment
metadata:
name: openwebui
labels:
cost-center: hr-knowledge-bot
team: hr
environment: production
business-owner: hr-leadership
Mit Azure Cost Management oder OpenCost werden die Workload-Kosten pro Cost-Center aggregiert. Monatlicher Report ans Controlling. Anomalien (z.B. plötzliche Workload-Verdopplung) werden automatisch markiert.
Pexon-Sprint und Investment
Cost-Audit-Sprint (1 Woche, 6-10k EUR). Cluster-Audit, Cost-Waste-Identifikation, Optimization-Roadmap.
Optimization-Sprint (2 Wochen, 14-22k EUR). Right-Sizing, Storage-Tier-Wechsel, Cluster-Autoscaler-Tuning, Cost-Tracking-Pipeline.
ROI typisch 4-7 Monate.
Häufig gestellte Fragen
Wie genau ist die TCO-Schätzung?
Bei vergangenen Pexon-Audits lagen wir typisch innerhalb +/- 8% vom Ist-TCO nach 12 Monaten. Discovery liefert eine Spezifika-Schätzung.
Was kostet AKS-Control-Plane?
AKS Control-Plane ist kostenlos (Microsoft-Subvention). EKS und GKE kosten 73 USD/Monat pro Cluster. Bei vielen kleinen Clustern wirtschaftlicher Hebel.
Welche Workloads sollten nicht auf K8s laufen?
Stateful-Workloads mit sehr hohen IOPS-Anforderungen, sehr kurze CI/CD-Sandbox-Container, sehr kleine periodische Jobs. Hier sind Functions oder Container Apps oft günstiger.
Was kostet ein Pen-Test für den Cluster?
Bei Pexon im 2-Wochen-Security-Hardening-Sprint enthalten (14-22k EUR). Separater Pen-Test bei externem Dienstleister typisch 8-15k EUR.
Wie senken wir Storage-Kosten?
Lifecycle-Policies (Hot-Cool-Archive), Right-Sizing der PVCs, ungenutzte PVCs identifizieren. Bei Pexon-Audits typisch 25-40% Storage-Einsparung möglich.
Nächster Schritt
Wenn euer Cluster-Cost-Tracking unklar ist: 30-Minuten-Call. Wir skizzieren Audit-Sprint.
Verwandte Themen
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→AKS vs EKS vs GKE im Hyperscaler-Vergleich
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