Robin, Consultant für GenAI bei Pexon Consulting | 8 Min. Lesezeit | 16.09.2026
Das hier ist keine Anleitung. Es ist der Bericht aus einem Mandat, in dem Pexon Consulting bei bulthaup eine zwei-tägige Claude Schulung für Management und Team durchgeführt hat. Drei Werkzeuge, komplett in der EU Data Zone, DSGVO-konform in Deutschland. Nach den zwei Tagen arbeiten die Teilnehmer selbst mit den Tools weiter.
| In diesem Projekt | |
|---|---|
| Was | Kundenreferenz, bulthaup GmbH & Co. KG, Premium-Küchenhersteller und Möbelmanufaktur aus Bayern, internationaler Fachhandel |
| Auftrag | KI-Enablement: zwei-tägige Claude Schulung für Management und Team |
| Team | Pexon als Trainer und Enablement-Partner |
| Dauer | 2 Tage Schulung |
| Stack | Claude, Claude Cowork, Claude Code, EU Data Zone |
| Stand | Schulung durchgeführt, Management und Fachteam arbeiten mit den Tools |
Claude Schulung: Küche bleibt bei bulthaup
bulthaup ist ein Premium-Küchenhersteller aus Bayern mit internationalem Fachhandelsnetz. Das Markenversprechen sitzt auf Handwerk, individueller Planung und persönlicher Beratung. Generative KI ist für ein solches Haus ein Hebel in der Angebots- und Planungsvorbereitung, in der internen Kommunikation und in der Software-Entwicklung. Der Engpass ist selten das Werkzeug. Der Engpass ist die Kompetenz, es richtig und sicher zu nutzen.
Die Facharbeit blieb bei bulthaup. Küche, Planung, Handel, interne Abläufe. Was wir geliefert haben, war der Einstieg: eine kompakte Claude Schulung, bewusst praxisorientiert, damit Management und Team danach selbst weiterarbeiten. Pexon trat als Trainer auf, nicht als dauerhafte Betriebsmannschaft für die Tools.
So eine Teilung ist in Enablement-Mandaten oft der saubere Schnitt. Die Domain bleibt intern. Die gemeinsame Nutzungsfähigkeit kommt von Leuten, die Claude, Cowork und Code täglich selbst fahren. Ziel war interne KI-Kompetenz im Haus, nicht eine zweite Beratungsschicht hinter jedem Prompt.
Drei Rollen, drei Werkzeuge: Chat für den Arbeitsalltag von Management und Fachteams, Cowork für die Zusammenarbeit, Code für die Software-Entwicklung. Ohne einen gemeinsamen Pfad bleibt das eine Sammlung von Lizenzen. Mit einem Pfad wird daraus ein Werkzeug, das mehrere Funktionen gleichzeitig tragen kann.
Ein deutsches Unternehmen kann KI nicht über beliebige Endpunkte nutzen. Interne Daten dürfen nicht unkontrolliert abwandern. Deshalb stand die EU Data Zone nicht am Ende der Folien, sondern am Anfang des Formats.
Was die Claude Schulung in zwei Tagen konkret hieß
Zwei Tage sind knapp, wenn drei Werkzeuge und zwei Zielgruppen in denselben Raum sollen. Management und Fachteams bringen anderes Vorwissen mit als das technische Team. Der Auftrag war trotzdem klar: hands-on, nicht Theorie. Die Teilnehmer sollten am Ende selbst klicken, nicht einer Demo zusehen.
Vier Entscheidungen haben das Mandat getragen.
- Kompakt auf zwei Tage, nicht auf eine Woche strecken. Management und Team bekommen denselben Zeitkasten. Der Umfang lässt sich an Zielgruppe und Vorwissen anpassen. Hier war der Kasten bewusst klein, damit der Alltag danach die Übungen trägt, nicht umgekehrt.
- Alle drei Werkzeuge in einem Durchgang. Claude, Claude Cowork, Claude Code. Wer nur Chat schult, lässt die Zusammenarbeit und die Entwicklungslinie liegen. Wer nur Code schult, lässt Geschäftsführung und Fachteam außen vor. Der Mix war der Auftrag.
- EU Data Zone als Fundament. Dieselbe KI-Linie, die Pexon in Cloud-Consulting-Projekten fährt. Datenschutz ist Teil des Konzepts, nicht ein Nachgedanke, sobald die ersten internen Texte im Promptfenster stehen.
- Übungen statt Folienvortrag. Präzises Prompting, Use-Cases im Tagesgeschäft, Grenzen, Qualitätskontrolle. Cowork im Team-Kontext. Code mit praxisnahen Aufgaben für das technische Team.
| Rolle | Werkzeug | Was wir geübt haben |
|---|---|---|
| Management und Fachteams | Claude | Grundlagen produktiver Nutzung: Prompting, Use-Cases im Tagesgeschäft, Grenzen, Qualitätskontrolle |
| Team | Claude Cowork | Kollaboratives Arbeiten mit KI, gemeinsames Werkzeug statt Einzelplatz |
| Technisches Team | Claude Code | KI in der Software-Entwicklung, praxisnahe Übungen |
Das Sprachmodell Claude von Anthropic trägt Textarbeit, Analyse und Entwicklung. Die kollaborative Variante Cowork lässt Teams gemeinsam an Aufgaben sitzen. Für die Software-Entwicklung kam Code dazu. Die EU Data Zone stellt sicher, dass Daten innerhalb der EU verarbeitet werden. Das ist die Basis, auf der eine DSGVO-konforme Claude Schulung in Deutschland überhaupt erst seriös läuft.
# So hart war die Vorgabe. Ohne Zone keine Übungen mit internen Daten.
schulung:
dauer_tage: 2
zone: eu-data-zone
dsgvo: konform
tools: [claude, cowork, claude-code]
format: hands-on
Den Rahmen, den wir sonst unter Claude und Anthropic schneiden, haben wir hier als zwei-tägiges Enablement bei bulthaup umgesetzt. Das hier ist das Mandat, nicht das Produktblatt. In diesem Auftrag war die Zone die Bedingung, unter der die Übungen stattfanden.
Als die Datenschutz-Frage vor dem ersten Prompt geklärt war
Der Sprung in diesem Mandat war nicht das dritte Tool am Nachmittag. Der Sprung war, dass Management und Team nach zwei Tagen selbst mit Claude, Cowork und Code weiterarbeiten, weil die Datenfrage von Minute eins beantwortet war.
Ab da gilt ein anderer Maßstab. Eine Schulung, die nur die Oberfläche zeigt, endet in Lesezeichen. Eine Schulung, die den rechtlichen Rahmen mitliefert, endet in Nutzung. Die Teilnehmer müssen nicht nach dem Workshop noch klären, ob der nächste interne Text ins Modell darf. Das war vorher entschieden: EU Data Zone, DSGVO-konform in Deutschland.
Das ist nach einem kompakten Enablement der normale nächste Schritt. Die Nähte haben gehalten, weil sie schon da waren: drei Werkzeuge mit klarer Rollenkarte, Übungen statt Vortrag, die Zone als Fundament. Was blieb, war Kompetenz im Haus. Kein Nachzug eines Datenschutz-Konzepts unter laufendem Betrieb.
| Dimension | Schnitt im Mandat | Stand nach zwei Tagen | Effekt |
|---|---|---|---|
| KI-Einführung | strukturiertes Onboarding für Management und Team | Claude, Cowork und Code im Arbeitsalltag | gemeinsames Werkzeug statt verteilter Einzelnutzung |
| Datenschutz | EU Data Zone von Minute eins | DSGVO-konform in Deutschland | Datenflüsse geklärt, bevor produktiv gearbeitet wird |
| Format | praxisorientierte Übungen | Team nutzt die Tools selbst | Kompetenz bleibt im Haus |
| Zielgruppe | Management, Fachteam und Technik in einem Durchgang | drei Werkzeuge, eine Linie | Rollen wissen, welches Tool ihre Arbeit trägt |
Was am Ende stand
Die Claude Schulung ist durchgeführt. Zwei Tage. Drei Tools. EU Data Zone, DSGVO-konform in Deutschland. Management und Fachteam von bulthaup arbeiten mit den Werkzeugen weiter. Von unserer Seite war der Auftrag erfüllt: Trainer, Enablement-Partner, Kompetenz-Transfer.
Drei Dinge würde Pexon in einem vergleichbaren Mandat wieder so machen. Die Zone zuerst setzen, nicht nachreichen. Alle drei Werkzeuge in einem Durchgang schulen, weil Chat, Zusammenarbeit und Entwicklung sonst drei getrennte Inseln bleiben. Übungen an echten Aufgaben, damit nach Tag zwei niemand auf den Trainer wartet.
Wer die Zone hinterherzieht, schult zweimal. Einmal die Oberfläche, einmal den erlaubten Betrieb. Die zweite Runde kostet den Schwung, den die erste gerade erzeugt hat.
Pexon Consulting hat das Hands-on geschult, in Deutschland, mit Leuten die Claude, Cowork und Code selbst im Kundenalltag fahren. 80 Mitarbeitende. Der Stand in diesem Bericht ist der, den Pexon nach den zwei Tagen übergeben hat.
Wer selbst Management und Team auf generative KI setzen will und ahnt, dass der nächste Maßstab nicht die Lizenz ist, sondern die gemeinsame, DSGVO-feste Nutzung: Bringen Sie die Zielgruppe mit, eine ehrliche Aussage zum Vorwissen, und die Frage, ob Chat, Cowork und Code in denselben zwei Tagen sitzen müssen oder ob ein Schnitt nur fürs Entwicklerteam reicht. Dann können wir sagen, ob dieses Muster passt oder ob bei Ihnen ein anderer Zuschnitt sitzen muss.
Nächster Schritt
Das Mandat ist abgeschlossen. Wenn Sie vor einem ähnlichen Enablement stehen, gehen wir das Format an Ihrem Team durch, nicht an dieser Story.
Rollenspezifische Übungsszenarien: Vom Freitext zur strukturierten Codebasis
Die größte methodische Hürde eines zweitägigen Trainings für gemischte Teams liegt in den unterschiedlichen Erwartungen an den Output. Während Fachbereiche und Management primär mit unstrukturierten Informationen wie Protokollen, Lastenheften oder strategischen Konzepten arbeiten, verlangt Software-Engineering deterministische Schnittstellen, reproduzierbare Tests und syntaktische Korrektheit. Ein einheitlicher Übungsstrang scheitert an diesen Gegensätzen, weshalb das Enablement nach den gemeinsamen Grundlagen in rollenspezifische Szenarien aufgeteilt wurde.
Für das Management und die Fachteams lag der Schwerpunkt auf präzisem Prompting zur Text- und Datenanalyse. Statt allgemeiner Anfragen wurden strukturierte Kontextblöcke geübt: Definition von Rolle, Zielformat, Tonalität und expliziten Negativkriterien. Typische Aufgabenstellungen umfassten die Extraktion relevanter Entscheidungsparameter aus mehrseitigen Dokumenten, die Erkennung logischer Widersprüche in Entwürfen und das kontrollierte Verfassen von Fachkorrespondenz. Besonderes Augenmerk galt der Verifikation von Aussagen: Die Teilnehmer lernten, Quellennachweise im Text einzufordern und Halluzinationen gezielt durch restriktive Vorgaben zu unterbinden.
Das technische Team arbeitete parallel mit Claude Code direkt auf der Kommandozeile und in der Entwicklungsumgebung. Hier standen reale Programmieraufgaben im Vordergrund: Das Refactoring bestehender Codeabschnitte, die automatische Generierung von Unit-Tests und die Analyse von Fehlermeldungen bei Integrationstests. Wichtig war dabei das Verständnis für das Kontextfenster des Modells. Entwickler müssen wissen, welche Dateien für eine Aufgabe zwingend in den Kontext geladen werden müssen und wann zu viel irrelevanter Qu
Betriebliche Governance und Rollenmodelle nach dem Training
Nach dem zweitägigen Workshop verlagert sich die Herausforderung von der reinen Bedienung auf die operative Verankerung in der IT-Organisation. Eine Schulung schafft methodische Grundlagen, garantiert aber noch keinen geregelten Dauerbetrieb. Um Wildwuchs bei der täglichen Nutzung zu verhindern, müssen IT-Verantwortliche klare technische Leitplanken definieren. Dazu gehört primär die Integration der Benutzerkonten in das bestehende Identity- und Access-Management des Unternehmens. Der Zugriff auf Claude, Cowork und Claude Code darf nicht über isolierte Einzelanmeldungen laufen, sondern erfordert ein zentral gesteuertes Single-Sign-On auf Basis etablierter Unternehmensverzeichnisse. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Berechtigungen beim Rollenwechsel oder Ausscheiden von Mitarbeitenden automatisch entzogen werden.
Ein weiterer operativer Aspekt ist die differenzierte Vergabe von Rechten je nach Werkzeug. Claude im Standardchat deckt breite Anwendungsfälle in Verwaltung und Management ab und erfordert in der Regel standardisierte Datenzugriffs



