Claim Automation ROI Calculator
Nutzen Sie unseren ROI Calculator um zu berechnen, ab wann sich die Automatisierung der Schadensbearbeitung lohnt.
Claims Automation ROI Rechner
Berechnen Sie Ihr Einsparpotenzial durch automatisierte Schadenbearbeitung. Von 25% auf 80% Dunkelverarbeitung.
Das Problem: Die manuelle Schadenbearbeitung frisst Ihre Marge
Versicherungen stehen unter Druck. Die Combined Ratio liegt bei vielen Sachversicherern über 95%. Gleichzeitig erwarten Kunden Amazon-Speed bei der Schadenregulierung. Und der Fachkräftemangel macht Neueinstellungen zum Geduldsspiel.
Die bittere Wahrheit: 60-70% aller Schadensfälle sind standardisierbar – werden aber trotzdem manuell bearbeitet.
Die 6 Pain Points im Schadenmanagement
| Kategorie | Das Problem | Jährliche Kosten (100k Fälle) |
|---|---|---|
| Manuelle Bearbeitung | 12 Min./Fall bei 75% manueller Quote | 1.500.000€ Personalkosten |
| Niedrige Dunkelverarbeitung | 25-30% statt möglicher 70-85% | Verschwendete Automatisierung |
| Lange Durchlaufzeiten | 5-10 Tage statt <24 Stunden | Kundenabwanderung, schlechter NPS |
| Fachkräftemangel | 15-20% Fluktuation, 6-12 Monate Einarbeitung | Rekrutierungskosten, Überlastung |
| Compliance-Druck | DORA, BaFin, Audit-Anforderungen | Dokumentationsaufwand |
| Legacy-Systeme | Medienbrüche, Datensilos, manuelle Übertragung | Fehlerquote 3-5% |
Die Rechnung: Ein mittelgroßer Sachversicherer mit 100.000 Schadensfällen pro Jahr verbrennt 1.5-2.5 Mio. Euro jährlich durch ineffiziente Prozesse – bevor ein einziger Euro an den Kunden fließt.
Warum ist das so? Die meisten Versicherer haben in den letzten 20 Jahren in Kernsysteme investiert (Guidewire, SAP FS, MSG, in|sure). Aber die Schadeneingangsverarbeitung – der kritische erste Schritt – läuft immer noch über E-Mail, Post und Telefon. Sachbearbeiter tippen Daten ab. Manuell. Fall für Fall.
Für Unternehmen, die ihre Schadenbearbeitungskosten senken und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit steigern wollen, ist die Alternative klar: KI-gestützte Claims Automation.
Wie Sie Dunkelverarbeitung von 25% auf 75% steigern, zeigen wir Ihnen in diesem Guide.
Was ist Dunkelverarbeitung (Straight-Through Processing)?
Dunkelverarbeitung bezeichnet die vollautomatische Bearbeitung von Schadensfällen ohne menschliches Eingreifen. Von der Schadenmeldung über die Deckungsprüfung bis zur Auszahlung – alles läuft automatisch.
Der Begriff stammt aus der Zeit, als Nacht-Batch-Jobs „im Dunkeln“ liefen. Heute bedeutet er: Kein Sachbearbeiter muss den Fall anfassen.
Typische Dunkelverarbeitungsquoten in Deutschland
| Reifegrad | Quote | Beschreibung |
|---|---|---|
| Nachzügler | 10-20% | Nur triviale Fälle automatisiert |
| Branchendurchschnitt | 25-35% | Regelbasierte Automatisierung |
| Gute Performer | 40-50% | Workflow-Automation + einfache KI |
| Best-in-Class | 70-85% | VLM + Reasoning-KI + End-to-End |
Die Lücke: Zwischen „Durchschnitt“ und „Best-in-Class“ liegen 40-50 Prozentpunkte – und damit 40-60% der Prozesskosten.
Welche Schadenarten eignen sich für Automatisierung?
Automatisierungspotenzial: 85%+
- Glasschäden (Windschutzscheibe, Fenster)
- Marderbiss
- Parkrempler ohne Personenschaden
- Reiserücktritt mit klaren Stornobedingungen
- Diebstahl unter Schwellenwert (z.B. <2.000€)
- Einfache Wasserschäden
Automatisierungspotenzial: 50-70%
- Leitungswasserschäden mit Gutachten
- Einbruchdiebstahl mit Polizeibericht
- Sturmschäden mit Wetterdaten-Validierung
- Haftpflichtschäden mit klarer Schuldfrage
Manuelle Bearbeitung erforderlich
- Personenschäden
- Großschäden über Schwellenwert
- Betrugsverdacht
- Komplexe Haftungsfragen
- Regulierung mit Anwaltsbeteiligung
Die 80/20-Regel: 60-70% Ihrer Fälle fallen in die erste Kategorie – werden aber von denselben Sachbearbeitern bearbeitet wie Komplexfälle. Das ist, als würden Ihre Top-Juristen Parktickets bearbeiten.
Warum klassische Lösungsansätze scheitern
| Ansatz | Warum er nicht funktioniert |
|---|---|
| „Wir haben OCR im Einsatz“ | OCR erkennt nur Text, nicht Kontext. Bei unstrukturierten Formularen 70-80% Fehlerquote. |
| „Wir bauen Regelwerke aus“ | Regelwerke werden zu komplex. 500+ Regeln = unwartbar. Grenzfälle fallen durch. |
| „Wir stellen mehr Sachbearbeiter ein“ | Fachkräftemangel. 6-12 Monate Einarbeitung. 15-20% kündigen im ersten Jahr. |
| „Wir warten auf das neue Kernsystem“ | Kernsystem-Migration dauert 3-5 Jahre. Claims Automation ist unabhängig davon möglich. |
| „ChatGPT/Copilot für Sachbearbeiter“ | Hilft beim Formulieren, nicht beim Entscheiden. Daten gehen in US-Cloud = DORA-Problem. |
Die Erkenntnis: OCR + Regeln war der Stand 2015. 2026 brauchen Sie KI, die versteht – nicht nur erkennt.
Die Lösung: Vision Language Models + Reasoning AI
Moderne Claims Automation basiert auf zwei KI-Durchbrüchen:
1. Vision Language Models (VLM)
VLMs verstehen Dokumente so, wie Menschen sie lesen:
- Sie erkennen nicht nur Text, sondern Layout, Tabellen, Formulare
- Sie können handschriftliche Ergänzungen, Stempel, Unterschriften interpretieren
- Sie verstehen Kontext: „Schadenhöhe: siehe Anlage“ wird automatisch verknüpft
Technologie: GPT-4o Vision, Claude 3.5, Llama 3.2 Vision (On-Premise möglich)
# Beispiel: Schadenformular analysieren mit VLM
from anthropic import Anthropic
client = Anthropic()
response = client.messages.create(
model="claude-3-5-sonnet-20241022",
max_tokens=1024,
messages=[{
"role": "user",
"content": [
{
"type": "image",
"source": {"type": "base64", "media_type": "image/jpeg", "data": schadenformular_base64}
},
{
"type": "text",
"text": """Extrahiere aus diesem Schadenformular:
- Schadennummer
- Schadendatum
- Schadenart
- Schadenhöhe (geschätzt)
- Beteiligte Parteien
Gib das Ergebnis als strukturiertes JSON zurück."""
}
]
}]
)
2. Reasoning AI für Entscheidungslogik
Reasoning-Modelle wie DeepSeek-R1 oder o1 können komplexe Entscheidungen transparent nachvollziehen:
- Deckungsprüfung: „Ist dieser Schaden laut Vertrag XY gedeckt?“
- Plausibilität: „Passt die Schadenhöhe zum beschriebenen Hergang?“
- Betrugsmerkmale: „Gibt es Red Flags in diesem Fall?“
Der Vorteil: Chain-of-Thought-Transparenz. Die KI zeigt ihre Denkschritte. Das ist für Audits und BaFin-Prüfungen entscheidend.
# Beispiel: Deckungsprüfung mit Reasoning-Modell
prompt = """
Schadenfall:
- Vertrag: Hausrat Premium (Versicherungssumme 50.000€)
- Schadenart: Fahrraddiebstahl aus Keller
- Schadenhöhe: 2.800€
- Umstände: Fahrrad war mit Schloss gesichert, Kellertür aufgebrochen
Prüfe Schritt für Schritt:
1. Ist Fahrraddiebstahl in diesem Tarif gedeckt?
2. War das Fahrrad ausreichend gesichert (Bedingung)?
3. Liegt die Schadenhöhe unter der Einzelwertgrenze?
4. Gibt es Ausschlussgründe?
Ergebnis: Regulierung empfohlen / Ablehnung empfohlen / Eskalation an Sachbearbeiter
"""
# DeepSeek-R1 zeigt den kompletten Reasoning-Prozess
Die Architektur einer modernen Claims Automation
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ SCHADENEINGANG │
├─────────────────────────────────────────────────────────────────┤
│ │
│ 📧 E-Mail 📱 App 📞 Telefon 📄 Post 🌐 Web │
│ │ │ │ │ │ │
│ └───────────┴──────────┴────────────┴──────────┘ │
│ │ │
│ ▼ │
│ ┌───────────────────────────────┐ │
│ │ DOCUMENT INTELLIGENCE │ │
│ │ (VLM + OCR + Klassifikation) │ │
│ └───────────────┬───────────────┘ │
│ │ │
│ ▼ │
│ ┌───────────────────────────────┐ │
│ │ DATENEXTRAKTION │ │
│ │ Strukturierte Felder + Anhänge │ │
│ └───────────────┬───────────────┘ │
│ │ │
├──────────────────────────────┼──────────────────────────────────┤
│ ENTSCHEIDUNGSLOGIK │
├──────────────────────────────┼──────────────────────────────────┤
│ ▼ │
│ ┌─────────────┐ ┌─────────────┐ ┌─────────────┐ │
│ │ DECKUNGS- │ │ PLAUSIBILI- │ │ BETRUGS- │ │
│ │ PRÜFUNG │───▶│ TÄTSPRÜFUNG │───▶│ ERKENNUNG │ │
│ │ (Reasoning) │ │ (Regeln) │ │ (ML) │ │
│ └─────────────┘ └─────────────┘ └──────┬──────┘ │
│ │ │
│ ┌──────────────────┴────────┐ │
│ ▼ ▼ │
│ ┌─────────────────┐ ┌────────────┐ │
│ │ DUNKELVERARBEI- │ │ ESKALATION │ │
│ │ TUNG │ │ AN │ │
│ │ (Automatisch) │ │ SACHBEAR. │ │
│ └────────┬────────┘ └────────────┘ │
│ │ │
├─────────────────────────────┼───────────────────────────────────┤
│ REGULIERUNG │
├─────────────────────────────┼───────────────────────────────────┤
│ ▼ │
│ ┌─────────────┐ ┌─────────────┐ ┌─────────────┐ │
│ │ AUSZAHLUNG │ │ KUNDEN- │ │ AUDIT-TRAIL │ │
│ │ (Zahllauf) │ │ KOMMUNIKA- │ │ (DORA) │ │
│ │ │ │ TION │ │ │ │
│ └─────────────┘ └─────────────┘ └─────────────┘ │
│ │
└─────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Komponenten im Detail
| Komponente | Funktion | Technologie-Optionen |
|---|---|---|
| Document Intelligence | Dokumente verstehen, klassifizieren | Azure Document Intelligence, AWS Textract, Open Source VLM |
| Datenextraktion | Strukturierte Felder extrahieren | Custom Extraction Models, Fine-tuned LLMs |
| Deckungsprüfung | Vertragsbedingungen anwenden | Reasoning AI + Regelwerk |
| Plausibilitätsprüfung | Schadenhöhe vs. Hergang prüfen | ML-Modelle, Benchmark-Daten |
| Betrugserkennung | Red Flags identifizieren | Anomalie-Detection, Graph-ML |
| Workflow-Engine | Eskalation, Routing, Freigaben | Camunda, n8n, Azure Logic Apps |
| Audit-Trail | Jede Entscheidung dokumentieren | Event Sourcing, immutable Logs |
ROI-Rechnung: Was Claims Automation wirklich bringt
Szenario: Mittelgroßer Sachversicherer, 100.000 Schadensfälle/Jahr
Kostenvergleich: Manuell vs. Automatisiert
| Kostenfaktor | Manuell (25% Dunkel) | Automatisiert (75% Dunkel) |
|---|---|---|
| Manuelle Fälle | 75.000 | 25.000 |
| Bearbeitungszeit/Fall | 12 Minuten | 12 Minuten (nur Komplexfälle) |
| Sachbearbeiter-Stunden/Jahr | 15.000h | 5.000h |
| FTE-Bedarf (1.600h/Jahr) | 9.4 FTE | 3.1 FTE |
| Personalkosten (70k€/FTE) | 658.000€/Jahr | 217.000€/Jahr |
| Implementierung (einmalig) | – | 180.000€ |
| Plattformkosten/Jahr | – | 60.000€ |
| GESAMT JAHR 1 | 658.000€ | 457.000€ |
| GESAMT AB JAHR 2 | 658.000€/Jahr | 277.000€/Jahr |
Ersparnis Jahr 1: 201.000€ (31%) Ersparnis ab Jahr 2: 381.000€/Jahr (58%)
5-Jahres-TCO
┌──────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ │
│ Manuell: ████████████████████████████████ 3.290.000€ │
│ │
│ Automatisiert: ████████████ 1.565.000€ │
│ │
│ └────────────────┬────────────────────────────┘ │
│ │ │
│ Ersparnis: 1.725.000€ (52%) │
│ │
└──────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Zusätzliche Benefits (nicht im TCO)
| Benefit | Wert | Grund |
|---|---|---|
| Schnellere Durchlaufzeit | +15% Kundenzufriedenheit | Von 5 Tagen auf <24h |
| Weniger Storno | 50.000-100.000€/Jahr | Zufriedene Kunden bleiben |
| Compliance-Ersparnis | 20.000€/Jahr Audit-Aufwand | Automatischer Audit-Trail |
| Skalierbarkeit | +50% Volumen ohne FTE | Wachstum ohne Einstellungen |
| Mitarbeiterzufriedenheit | -30% Fluktuation | Interessantere Arbeit |
DORA-Compliance: Claims Automation als Enabler
Der Digital Operational Resilience Act (DORA) gilt ab Januar 2025 für alle Finanzunternehmen in der EU. Für Claims Automation bedeutet das:
DORA-Anforderungen und wie Claims Automation hilft
| DORA-Artikel | Anforderung | Claims Automation Lösung |
|---|---|---|
| Art. 5-6 | IKT-Risikomanagement | Dokumentierte Entscheidungslogik, keine Black-Box-Entscheidungen |
| Art. 9 | Schutz und Prävention | Verschlüsselte Datenverarbeitung, keine Daten an Dritte |
| Art. 10 | Erkennung von Vorfällen | Anomalie-Detection in Echtzeit, automatische Eskalation |
| Art. 11 | Reaktion und Wiederherstellung | Rollback-Fähigkeit, Fallback auf manuelle Bearbeitung |
| Art. 12 | Backup und Wiederherstellung | Redundante Infrastruktur, Modell-Snapshots |
| Art. 15 | Testen der Resilienz | Automatisierte Tests, Chaos Engineering möglich |
Checkliste: DORA-konforme Claims Automation
Audit-Trail für jede KI-Entscheidung
- Eingabedaten (anonymisiert speicherbar)
- Modell-Version
- Reasoning-Schritte
- Ergebnis + Konfidenz
- Timestamp
Menschliche Kontrolle bei kritischen Entscheidungen
- Schwellenwerte für Auto-Regulierung
- Eskalationsregeln definiert
- 4-Augen-Prinzip bei Großschäden
Erklärbarkeit der Entscheidungen
- Keine Black-Box-Modelle
- Chain-of-Thought-Dokumentation
- Begründung für Kunden generierbar
Datenhoheit und -sicherheit
- On-Premise oder EU-Cloud
- Keine Datenübermittlung an Modell-Anbieter
- Verschlüsselung at rest und in transit
Incident Response
- Automatische Erkennung von Anomalien
- Definierte Eskalationspfade
- Fallback auf manuelle Bearbeitung
BaFin-Perspektive
Die BaFin hat in ihren „Hinweisen zur Nutzung von KI“ (2024) klargestellt:
- KI-Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein
- Die Letztentscheidung liegt beim Unternehmen, nicht bei der KI
- Modelldokumentation ist Pflicht
Claims Automation mit Reasoning-KI erfüllt diese Anforderungen besser als klassische ML-Modelle, weil die Denkschritte explizit dokumentiert werden.
Praxisbeispiel: Regionaler Sachversicherer
Ausgangslage
| Branche | Sachversicherung, 450 Mitarbeiter |
| Schadenvolumen | 85.000 Schadensfälle pro Jahr (Schwerpunkt: Hausrat, Wohngebäude, KFZ-Kasko) |
| Dunkelverarbeitung | 22% |
| Team | 32 Sachbearbeiter im Schadenbereich |
| Durchlaufzeit | 7 Tage (Durchschnitt), 14+ Tage bei Rückfragen |
| NPS | 34 (Branche: 42) |
| Kernsystem | in|sure (msg) |
Die Pain Points
- Fachkräftemangel: 5 offene Stellen seit 6+ Monaten unbesetzt
- Überlastung: Sachbearbeiter bearbeiten 35+ Fälle/Tag statt geplanter 25
- Kundenbeschwerden: „Warum dauert das so lange?“ als häufigstes Feedback
- Compliance-Druck: DORA-Audit in Q3 2026, Dokumentation unvollständig
- Kernsystem-Migration: Auf 2028 verschoben, Prozessverbesserung kann nicht warten
Das Projekt: 8 Wochen bis zum produktiven Piloten
Woche 1-2: Assessment & Design
- Analyse der Top-10-Schadenarten nach Volumen und Komplexität
- Identifikation: 4 Schadenarten mit 85%+ Automatisierungspotenzial (Glasbruch KFZ, Marderbiss, Fahrraddiebstahl Hausrat, Sturmschaden <5k€)
- Architektur-Design: Azure AI Document Intelligence + DeepSeek-R1 (On-Prem)
- Datenschutz-Freigabe eingeholt (keine Kundendaten in Cloud)
Woche 3-4: Infrastruktur & Integration
- GPU-Server deployed (2x NVIDIA L4 im eigenen RZ)
- DeepSeek-R1 70B installiert, LiteLLM Gateway konfiguriert
- API-Anbindung an in|sure Schadenmodul
- Azure Document Intelligence für Formular-Extraktion
Woche 5-6: Modell-Training & Regelwerk
- 500 historische Fälle gelabelt (Mischung aus Regulierung/Ablehnung/Eskalation)
- Deckungsprüfungs-Prompts für 4 Schadenarten entwickelt
- Schwellenwerte kalibriert: 95% Konfidenz für Auto-Regulierung
- Eskalationsregeln definiert (Schadenhöhe >5k€, Betrugsmerkmale, etc.)
Woche 7-8: Pilotbetrieb & Feinabstimmung
- Go-Live mit Glasbruch KFZ (höchstes Volumen, einfachste Logik)
- Parallelbetrieb: KI-Entscheidung + Sachbearbeiter-Review
- Kalibrierung basierend auf Feedback (3 Regelanpassungen)
- Schulung: 4h Workshop für Sachbearbeiter + Teamleiter
Ergebnis nach 6 Monaten
| Metrik | Vorher | Nachher | Delta |
|---|---|---|---|
| Dunkelverarbeitung (gesamt) | 22% | 58% | +36 pp |
| Dunkelverarbeitung (Pilot) | – | 78% | – |
| Durchlaufzeit (Pilot) | 7 Tage | 1.2 Tage | -83% |
| Bearbeitete Fälle/Tag/SB | 35 | 28 | -20% (Entlastung!) |
| Offene Stellen | 5 | 2 | 3 Stellen eingespart |
| NPS Schadenbearbeitung | 34 | 52 | +18 Punkte |
| DORA-Readiness | 40% | 85% | +45 pp |
„Wir haben mit Glasbruch angefangen, weil das Risiko gering war. Nach 3 Monaten haben wir Marderbiss und Fahrraddiebstahl dazugenommen. Jetzt planen wir Wasserschäden für Q2. Die Sachbearbeiter waren anfangs skeptisch – jetzt fragen sie, wann wir die nächste Schadenart automatisieren.“ – Leiter Schadenmanagement
Pexon Cluster-Einsatz
| Cluster | Owner | Leistung |
|---|---|---|
| Document Intelligence | Hennig | Formular-Extraktion, OCR alter Dokumente |
| GenAI & RAG | Budin | Reasoning-Prompts, Deckungsprüfungs-Logik |
| Azure & Kubernetes | Werner | GPU-Infrastruktur, LiteLLM, Monitoring |
| Secure Cloud | Lehnen | DORA-Dokumentation, Audit-Trail-Design |
FAQ: Die 7 häufigsten Fragen zu Claims Automation
1. „Wie hoch ist das realistische Automatisierungspotenzial?“
Das hängt von Ihrem Schadenportfolio ab:
- Überwiegend Standardschäden (Glas, Marderbiss, etc.): 70-85%
- Gemischtes Portfolio: 55-70%
- Viele Komplexfälle (Personenschäden, Großschäden): 40-55%
2. „Was passiert, wenn die KI falsch entscheidet?“
Drei Sicherheitsnetze:
- (A) Konfidenz-Schwellenwert: Unter 95% Konfidenz → Eskalation an Sachbearbeiter
- (B) Betragsgrenzen: Über X Euro → Immer menschliche Prüfung
- (C) Stichproben-Audit: 5% aller automatischen Entscheidungen werden nachgeprüft
Die Fehlerquote gut trainierter Systeme liegt bei 2-3% – vergleichbar mit erfahrenen Sachbearbeitern.
3. „Ist das DORA-konform?“
Ja, wenn richtig implementiert. Die Schlüssel:
- Vollständiger Audit-Trail (Eingabe, Reasoning, Entscheidung)
- Erklärbare Entscheidungen (Chain-of-Thought)
- Menschliche Kontrolle bei kritischen Fällen
- On-Premise-Option für sensible Daten
4. „Wie lange dauert die Implementierung?“
| Phase | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|
| Assessment | 1-2 Wochen | Use-Case-Priorisierung, Architektur |
| PoC (1 Schadenart) | 4-6 Wochen | Funktionierender Pilot |
| Rollout (weitere) | 2-4 Wochen/Art | Produktiver Betrieb |
| Vollständige Integration | 3-6 Monate | Alle geeigneten Schadenarten |
5. „Was kostet das?“
Typische Investitionen:
- Assessment: 15.000-25.000€
- PoC (1 Schadenart): 40.000-60.000€
- Rollout (3-4 Schadenarten): 80.000-120.000€
- Laufende Kosten: 40.000-80.000€/Jahr (je nach Volumen)
Break-Even: Typischerweise 4-8 Monate bei 50.000+ Fällen/Jahr
6. „Müssen wir unser Kernsystem wechseln?“
Nein. Claims Automation läuft als Schicht über Ihrem bestehenden System:
- Guidewire: Integration über REST APIs
- SAP FS-CM: RFC/BAPI oder REST
- in|sure (msg): Standard-Schnittstellen
- Eigenentwicklung: API-Entwicklung möglich
Die KI-Lösung ist kernsystem-agnostisch.
7. „Was ist mit unseren Sachbearbeitern?“
Claims Automation ersetzt keine Sachbearbeiter – sie verändert ihre Arbeit:
- Routinefälle: Übernimmt die KI
- Komplexfälle: Mehr Zeit für echte Expertise
- Qualitätssicherung: Stichproben-Audits der KI-Entscheidungen
- Kundenbetreuung: Mehr Kapazität für persönlichen Service
Die Erfahrung zeigt: Fluktuation sinkt, weil die Arbeit interessanter wird.
Sind Sie unser ICP?
Dieser Artikel ist für Versicherungsunternehmen, die folgende Kriterien erfüllen:
| Kriterium | Ihre Situation |
|---|---|
| Branche | Sachversicherung, Komposit, Kranken, oder Rückversicherung |
| Schadenvolumen | >30.000 Fälle/Jahr |
| Dunkelverarbeitung | <50% (Potenzial vorhanden) |
| Technologie-Strategie | Cloud oder Hybrid (Azure/AWS akzeptiert) |
| Aktueller Trigger | DORA-Druck / Kostendruck / Fachkräftemangel / Kundenunzufriedenheit |
4 von 5 treffen zu? Sie sind unser Ideal Customer Profile.
Was das bedeutet: Für Versicherungen wie Ihre haben wir bereits 15+ Claims-Automation-Projekte umgesetzt. Wir kennen die Hürden (Datenschutz, Legacy-Integration, Change Management) – und die Abkürzungen.
Ihr nächster Schritt
Option 1: Schnellstart – Claims Automation ROI berechnen (5 Min.)
Unser interaktiver ROI-Rechner zeigt Ihnen sofort:
- Ihr Einsparpotenzial in Euro
- Erreichbare Dunkelverarbeitungsquote
- Break-Even-Zeitpunkt
- Freigesetzte FTE-Kapazitäten
Investition: Kostenlos, ohne Anmeldung
Option 2: Fundiert – Claims Automation Assessment (1-2 Wochen)
Wir analysieren Ihre Schadenprozesse, Datenqualität und Systemlandschaft.
Ergebnis:
Priorisierte Schadenarten nach Automatisierungspotenzial
Architektur-Empfehlung (Cloud vs. On-Prem)
DORA-Gap-Analyse
Implementierungsplan mit Meilensteinen
Business Case für die Geschäftsführung
Investition: Ab 15.000€
Option 3: Ergebnis – 6-Wochen-Pilot (PoC)
Wir automatisieren eine Schadenart Ihrer Wahl vollständig:
Document Intelligence für Ihre Formulare
Reasoning-KI für Deckungsprüfung
Integration in Ihr Kernsystem
DORA-konformer Audit-Trail
Schulung für Ihr Team
Investition: Ab 40.000€
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- RAG-Systeme für Enterprise
- DSGVO-konformer lokaler KI Chatbot
Zusammenfassung: Die 3 Key Takeaways
-
60-70% Ihrer Schadensfälle sind automatisierbar – werden aber manuell bearbeitet. Claims Automation mit VLM und Reasoning-KI kann Ihre Dunkelverarbeitungsquote von 25% auf 70%+ steigern.
-
DORA wird zum Katalysator: Die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Audit-Trails sprechen für KI-gestützte Entscheidungen, nicht dagegen. Chain-of-Thought-Dokumentation erfüllt die BaFin-Anforderungen besser als manuelle Prozesse.
-
ROI in unter 12 Monaten: Bei 100.000 Schadensfällen/Jahr sparen Sie 300.000-500.000€ jährlich – bei besserer Kundenzufriedenheit und entlasteten Mitarbeitern.
Letztes Update: 15.01.2026 | Basierend auf 15+ Claims-Automation-Projekten | Author: PEXON Insurance AI Team



