Architektur Workshop KI-Plattform: Kontrollplane und Fläche

Was ein Architektur Workshop für die KI-Plattform klären muss: Kontrollplane, Foundry-Fläche, Owner und erster Prozess. Ohne öffentliche Preisliste.

11 Sep.. 2026 | AI

Inhaltsverzeichnis

Constantin, Azure- und Plattformberater bei Pexon Consulting | 9 Min. Lesezeit | 11.09.2026


TL;DR: Architektur Workshop in fünf Sätzen

Ein Architektur Workshop für die KI-Plattform schreibt die Zielarchitektur, bevor Gateway oder Foundry gekauft werden. Pexon Consulting (80 Mitarbeitende, Deutschland, Microsoft Partner) trennt Kontrollplane und Fläche: LiteLLM hält Keys und Spend, Azure AI Foundry ist die Microsoft-Laufzeit. Der öffentliche Einstieg ist der Plattform-Check in 45 Minuten, nicht eine Preisliste.

Ohne Zielbild Mit Zielbild
Drei Vendor-Namen, kein Owner Eine Plane, eine Fläche, ein Prozess
Seat als einzige Kontrolle Keys und Verbrauch am Gateway
Foundry oder Open Source als Glaubensfrage Foundry als Fläche, wenn Azure da ist

Das Problem: IT will starten, niemand besitzt das Bild

Zwei Teams haben PoCs. Eines schwört auf Copilot, eines auf ein Chatfenster im Kubernetes-Cluster. Die Leitung fragt nach der Plattform. Es gibt Folien. Es gibt keinen Satz, der Keys, Fläche und ersten Prozess in einer Zeile trägt.

Scope fehlt nicht, weil niemand fleißig war. Scope fehlt, weil Kontrollplane und Laufzeit in derselben Diskussion landen. Dann wird Foundry zum Gegner von Open WebUI, und der Seat wird zur Governance.

Wir haben diesen Workshop 2026 mehrfach geschlossen. Die Zahl bleibt Sales. Hier steht sie nicht.


Warum der Architektur Workshop zwei Schichten trennen muss

Die Kontrollplane ist langweilig und trotzdem die Inventarliste: LiteLLM, Keys, Spend, Audit, Open WebUI, Kubernetes. Ohne sie ist jede Fläche eine Ausnahme.

Die Fläche ist wählbar. Default für Microsoft-Häuser ist Azure AI Foundry: Katalog, Azure OpenAI, EU-Pfad, Purview. Später kann OSS-Inferenz dazukommen. Dieselbe API.

Am 11.09.2026 haben wir die These intern scharf gestellt: Foundry ist Teil der offenen Plattform, nicht Track B gegen Track A. Wer das im Workshop nicht schreibt, kauft zwei Marken.

Das ist keine Produktfolie. Das ist der eine Satz, den der Owner unterschreiben muss.


Was der Workshop klärt, und was der Check schon klärt

Der Plattform-Check dauert 45 Minuten. Owner, Datenklasse, erster Prozess, Gateway-Platz, Foundry jetzt oder später.

Der Workshop vertieft dasselbe Bild schriftlich. Er ersetzt den Check nicht. Er macht aus dem Check eine Zielarchitektur, die IT und Fachseite lesen können.

# Zielbild, das wir im Workshop festnageln (kein Preis, kein Vendor-Pitch)
kontrollplane:
  gateway: LiteLLM          # Keys, Spend, Audit, Routing
  chat: Open WebUI
  runtime: Kubernetes
flaeche:
  default_microsoft: Azure AI Foundry   # Katalog, EU-Pfad, Purview
  optional_spaeter: OSS-Inferenz
office:
  copilot: bleibt           # Hybrid, kein Cutover
erster_prozess: <ein Name, kein Katalog>
owner: <eine Person, keine Gremienfolie>

Drei Dinge gehören nicht in dieses Bild: eine öffentliche Euro-Zahl, ein 8×5-Betriebspreis, ein Copilot-Ersatzversprechen. Betrieb bleibt eine andere URL. Hybrid bleibt Copilot und eigene Plattform. Verbrauch bleibt Verbrauch statt Sitz.

Das läuft jetzt im POC. Was für den Produktivbetrieb fehlt: Ein Owner, eine Datenklasse, ein erster Prozess, die Entscheidung Kontrollplane plus Fläche. Genau diesen Schnitt klären wir im Plattform-Check, bevor jemand den Workshop als Geld-Seite googelt.

Worauf Sie vor dem Workshop bestehen sollten

Nicht jede Session, die Architektur im Titel trägt, ist dieser Schnitt. Manche sind Tool-Touren. Manche sind Landing-Zone-Theater ohne ersten Prozess.

  1. Eine Person, die das Bild nach der Session besitzt.
  2. Eine Datenklasse, nicht fünf.
  3. Ein Prozess, der nächste Woche weh tut, wenn er falsch läuft.
  4. Foundry als Fläche oder bewusst später, nicht als Glaubenssatz.
  5. Copilot in Office lassen, wenn Office den Preis verdient.

Wir raten davon ab, den Workshop zu buchen, wenn Punkt 1 fehlt. Dann produziert er Folien für das nächste Gremium.

Die Tiefe zum Gateway steht auf dem LiteLLM-Hub. Was Foundry im Azure-Baum ist, bleibt der Foundry-Leitfaden. Diese URL verkauft beides nicht als Paket.


Wie das Zielbild nach drei Stunden aussehen sollte

Nicht als 40-Folien-Deck. Als eine Seite, die ein IT-Leiter an die Fachseite schicken kann, ohne sie übersetzen zu müssen.

Oben: Owner mit Namen, nicht mit Gremium. Daneben der erste Prozess in einem Satz. Darunter zwei Kästen, Kontrollplane und Fläche, ohne Feature-Listen.

Rechts daneben drei Neins: Copilot bleibt an, kein zweiter Seat-Chat, und auf der Mutterseite steht kein Paketpreis.

Unten: was in den nächsten 30 Tagen gebaut wird, und was bewusst nicht. „Nicht“ ist der Teil, den Workshops sonst verschweigen. Ohne ihn startet jedes Team seinen eigenen PoC.

Wenn diese Seite nach der Session nicht existiert, war es eine Tool-Tour. Dann haben Sie Zeit verbraucht und das Bild nicht.

Wir schreiben die Seite mit. Nicht weil wir schöner formulieren. Weil jemand den Satz „Foundry ist Fläche“ durchstreichen muss, wenn er nicht gilt. Durchgestrichene Sätze sind ehrlicher als Folien, die alles gleichzeitig behaupten.


Typischer Ablauf, ohne Theater

Vorbereitung ist kurz, oder der Workshop ist zu früh. Wir brauchen den Ist-Stand: welche Modelle schon laufen, welcher Seat schon bezahlt wird, welche App als erste weh tut. Keine Datenraum-Orgie.

In der Session selbst arbeiten wir rückwärts. Zuerst der Prozess. Dann die Datenklasse. Dann die Fläche. Erst zum Schluss die Tools, die schon im Raum stehen. Wer mit Tools beginnt, bestätigt Vorlieben.

Nach der Session gibt es kein „wir schicken das Protokoll“. Es gibt die eine Seite. Wenn etwas offen bleibt, steht es als offen da, nicht als „Phase 2“.

Das klingt nach wenig. Es ist mehr als die meisten Häuser nach acht Wochen PoC in der Hand haben.

Ein Architektur Workshop, der danach drei Parallelwelten legitimiert, hat seinen Job verfehlt. Dann war er Moderation, nicht Zielbild.


Für wen der Architektur Workshop sich nicht lohnt

Kein Owner, kein erster Prozess: dann ist der Check die ehrliche nächste Stunde, nicht eine mehrtägige Session.

Kein Azure und kein Microsoft 365: dann ist Foundry die falsche Default-Fläche. Der Workshop darf das sagen. Er darf nicht so tun, als wäre jede Fläche gleich.

Nur Office als KI: dann reicht Copilot, und diese Seite ist überflüssig.

Eine öffentliche Geld-Seite mit Festpreis: die bauen wir bewusst nicht. Der alte Divi-Workshop im Integrationsbaum ist nicht diese URL und nicht dieser SKU.

Wer nach dem Check merkt, dass der erste Prozess noch fehlt, sollte den Workshop verschieben, nicht vergrößern. Mehr Teilnehmer ersetzen keinen Prozessnamen. Mehr Folien ersetzen keinen Owner. Das klingt unfreundlich. Es spart die Session, die hinterher niemand zitiert.

Wir sehen denselben Ablauf in Microsoft-Häusern: Seat ist da, Foundry ist bestellt, das Bild fehlt. Dann hilft kein zweites Produkt. Dann hilft ein Satz, den IT und Fachseite teilen. Genau diesen Satz schreiben wir. Den Rest verkauft die Suchanzeige nicht.

Nach dem Workshop sollte ein neuer Mitarbeiter die eine Seite lesen und wissen, wohin ein Prompt darf. Wenn er dafür drei Confluence-Räume braucht, ist das Bild nicht fertig. Fertig heißt langweilig, zitierbar, kurz. Alles andere ist Dokumentation um die Entscheidung herum.

Ein Satz zur Reihenfolge, weil sie ständig verdreht wird. Zuerst der Prozess, der nächste Woche weh tut. Dann die Klasse, die in diesen Prozess darf. Dann die Fläche, die diese Klasse trägt. Tools zum Schluss, sonst bestätigt die Session nur, was schon lizenziert ist. Foundry kann Default sein und trotzdem später kommen, wenn der erste Prozess sie nicht braucht. Das aufzuschreiben spart den teuren Umbau, in dem jede App plötzlich „schon produktiv“ ist und niemand den Key kennt. Wer das unangenehm findet, hat den Workshop schon gebraucht. Unangenehm ist ehrlicher als ein Deck, das alle Vendoren gleichzeitig gewinnt. Zwanzig Wörter mehr Klarheit schlagen zwanzig Folien ohne Owner. Schreiben Sie den Owner auf die eine Seite, bevor jemand den Kalender blockt. Ohne diesen Namen bleibt der Workshop eine teure Moderation.


Häufig gestellte Fragen

Was klärt ein Architektur Workshop für die KI-Plattform?

Kontrollplane und Fläche, Owner, Datenklasse, erster Prozess. Schriftlich. Nicht die Tool-Tour, nicht den Seat-Rollout. Pexon trennt LiteLLM und Foundry, statt sie gegeneinander zu stellen.

Was kostet der Architektur Workshop?

Hier steht keine Zahl. Der öffentliche Einstieg ist der Plattform-Check in 45 Minuten. Den Workshop-Preis legt Sales nach Scope fest, nicht die Suchergebnisseite.

Workshop oder Plattform-Check: was zuerst?

Check zuerst. Wenn Owner und erster Prozess fehlen, erzeugt der Workshop Folien. Wenn das Bild steht und geschrieben werden muss, vertieft der Workshop.

Braucht jeder Workshop Azure AI Foundry?

Nein. Default für Microsoft-Häuser ja. Ohne Azure ist Foundry die falsche Fläche. Die Plane bleibt trotzdem Keys und Verbrauch, nicht der Seat.

Für wen lohnt er nicht?

Für Teams ohne Owner. Für reine Office-KI. Für alle, die eine Preisliste statt eines Zielbilds wollen. Dann ist diese Seite die falsche Tür.


Nächster Schritt

Plattform-Check
Scope fehlt. Das Bild fehlt noch mehr.
IT will starten, niemand besitzt Kontrollplane und Fläche. 45 Minuten klären Owner und ersten Schnitt, ohne Paketpreis.

Plattform-Check buchen (45 Min)

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